PARIS - Es sind nicht nur streng moslemische Mädchen, die das Kopftuchverbot an öffentlichen Schulen in Frankreich trifft. Erstmals sind jetzt auch Sikhs vom Unterricht suspendiert worden.
Die drei Schüler eines Gymnasiums in Bobigny weigerten sich, auf ihren Turban zu verzichten. Die Jungen wurden seit Beginn des Schuljahrs getrennt von den anderen Schülern unterrichtet. Gestern nun entschied sich die Schullleitung in einer Anhörung dafür, die Schüler ganz vom Unterricht auszuschliessen.
Zwar hatten die drei Sikhs laut ihrem Anwalt Felix de Belloy angeboten, eine kleinere Version des Turbans zu tragen. Dies sei aber nicht angenommen worden. «Ich glaube, die Verantwortlichen haben ein bisschen Angst, dass, wenn sie die Sikhs zulassen, junge muslimische Mädchen sagen könnten, dass das ungerecht ist», erklärte der Anwalt.