Auch in Basel: Sex-Übergriff in Schule

  • Publiziert: 08.12.2006, Aktualisiert: 11.02.2012

BASEL. Mehrere Schüler einer Kleinklasse des Basler Gellert-Schulhauses vergriffen sich sexuell an einer Mitschülerin.

Die Schüler hielten ihre Klassenkameradin auf einer Schaukel fest und berührten sie trotz Gegenwehr unsittlich, wie das Erziehungsdepartement Basel-Stadt mitteilte. Das Ganze sei von den Beteiligten als Grenzfall zwischen Belästigung und Nötigung wahrgenommen worden.

Die Sache geriet erst so richtig ins Rollen, als das Opfer nach den Herbstferien den Vorfall auch der Schulleitung mitteilte. Nach weiteren Gesprächen mit Opfer, Tätern und Eltern gelangte die Schulleitung an die Polizei und an die Jugendanwaltschaft. Das Mädchen wurde zudem einer Opferhilfestelle zugewiesen.

«Wir haben ein Verfahren eingeleitet», sagt Beat Burkhardt von der Jugendanwaltschaft Basel-Stadt. Aus Angst vor Repressalien verzichteten die Eltern des portugiesischen Mädchens jedoch auf eine Anzeige.Auch das Angebot, das Mädchen in ein anderes Schulhaus oder eine andere Klasse zu versetzen, sei nicht wahrgenommen worden.

Zwei der Täter hätten bei den Gesprächen Einsicht gezeigt und die Tat bereut. Laut dem Basler Erziehungsdepartement haben sowohl Opfer wie Täter einen Migrationshintergrund. In welchem Schulhaus Opfer und Täter zur Schule gehen, will das Erziehungsdepartement nicht mitteilen. sda

play Schulhaus Gellert in Basel: Die Täter und das Opfer <br></br>besuchen noch immer die gleiche Schule. (Mischa Hauswirth)

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