Atomenergie: ENSI fordert weitere Analysen nach Leck im AKW Beznau

Der Block 1 des AKW Beznau im Kanton Aargau war Ende Juni während zweier Wochen wegen einer Reparatur abgeschaltet gewesen. Die Aufsichtsbehörde ENSI hat nun einen Bericht dazu vorgelegt. Darin verlangt es weitere Analysen.

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Das Schadensbild habe einen von der Schweissnaht ausgehenden Riss gezeigt, der sich in das Material der Rücklaufleitung fortgesetzt habe, schreibt das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) in seinem Bericht, der am Montag auf der Website veröffentlicht wurde.

Das Vorkommnis habe eine geringe Bedeutung für die nukleare Sicherheit gehabt. Bei der Reparatur sei ein Stück der Rücklaufleitung ersetzt worden. Die Entleerungsleitung sei gegenüber der ursprünglichen Konfiguration leicht versetzt angebracht worden.

Hochfrequente Schwingungen waren die Hauptursache für die Rissbildung, wie das ENSI festhält. Als Konsequenz forderte die Aufsichtsbehörde weitere Analysen in Hinblick auf ähnlich positionierte Leitungen im primären Nebenkühlwasserkreislauf.

Bei einem regulären Rundgang war am 16. Juni die geringfügige Leckage von höchstens einem Liter pro Stunde entdeckt worden. Der AKW-Betreiber, der Energiekonzern Axpo, nahm am gleichen Tag den Reaktor I vom Netz und informierte in einer Medienmitteilung über die Reparatur. Am 2. Juli wurde der Block 1 wieder hochgefahren.

Der Reaktor Beznau I ist der dienstälteste kommerzielle Atomreaktor der Welt. Der Druckwasserreaktor wurde am 1. September 1969 offiziell in Betrieb genommen. Der weitgehend baugleiche Reaktor Beznau II nahm den kommerziellen Betrieb am 1. Dezember 1971 auf. (SDA)

Publiziert am 20.10.2014 | Aktualisiert am 20.10.2014
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