Armeemanöver Nordkorea übt Zerstörung Seouls

SEOUL (KOR) - Drohgebärden: Nordkorea hat in einem Armeemanöver die Zerstörung von Südkoreas Hauptstadt Seoul geübt.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Adieu Whatsapp Auf diesen Handys ist im Januar Schluss
2 Chemiewolke über Pharma-Stadt? Schüler müssen wegen Rätsel-Gestank...
3 Kosten von 4 Milliarden Dollar! Trump stoppt neue Air Force One

News

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
4 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

Nordkorea hat mit militärischen Drohgebärden auf den neuerlichen Sanktionsbeschluss des UN-Sicherheitsrats reagiert. Machthaber Kim Jong Un hat laut Staatsmedien persönliche ein Artilleriemanöver befehligt, das auf die südkoreanische Hauptstadt Seoul abzielt.

Die Agentur KCNA zitierte Kim am Freitag mit den Worten: «Wenn ein Krieg ausbricht, wird ein dermassen tödlicher Schlag gegen die südkoreanischen Kräfte ausgeführt, dass wir deren Willen zur Gegenwehr von Beginn an brechen und sie einfach hinwegfegen.» Weiter habe er gesagt: «Nichts und niemand würde überleben.«

Bei der Übung von Einheiten in Grenznähe wurde den Angaben zufolge ein Angriff auf die «reaktionären Herrschaftsorgane» in Seoul und in anderen südkoreanischen Städten simuliert. Kim habe selbst eine Übung grenznaher Artillerieeinheiten befehligt.

Kohleexport im Visier

Am Mittwoch hatte der UNO-Sicherheitsrat mit neuen Sanktionen gegen Nordkorea auf den jüngsten Atomwaffentest des Landes reagiert. Nach mehrmonatigen Verhandlungen wurde die Resolution von allen 15 Mitgliedern des Sicherheitsrates angenommen.

Die neuen Strafmassnahmen legen für Nordkoreas Kohleexport nach China eine Obergrenze fest, mit der die für Nordkorea sehr wichtigen Einnahmen um 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sinken sollen.

Die Resolution verurteilte den Anfang September vorgenommenen neuerlichen Atombombentest «auf das Schärfste». Es ist bereits die sechste UNO-Sanktionsrunde seit Nordkoreas erstem Atombombentest im Jahr 2006.

Derweil hat Südkorea ebenfalls als Reaktion auf Nordkoreas Atomtest im September seine Sanktionen gegen den Nachbarn verschärft. Unter anderem seien 35 Organisationen und 36 Personen, die zur Entwicklung des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramms beitrügen, auf eine Schwarze Liste gesetzt worden, teilte das Büro des Ministerpräsidenten am Freitag mit. Die einseitigen Massnahmen Südkoreas sollen die Wirkung der neuen UNO-Sanktionen verstärken. (SDA)

Publiziert am 02.12.2016 | Aktualisiert um 11:17 Uhr
teilen
teilen
4 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

6 Kommentare
  • Georg  Ritter 02.12.2016
    Das nordkoreanische Regime ist sicher teilweise und nach unseren Massstäben verbrecherisch. Ein mindestens ebenso grosses Übel in dieser Sache sind aber die USA mit ihrer Einmischung und sonderbaren Auffassung von "Freiheit" und "Rechtsstaatlichkeit". Die sollen die Nordkoreaner (und alle anderen, die nicht um Hilfe rufen) ganz einfach in Ruhe lassen und zuhause Ordnung schaffen.
    • Gian  Zender , via Facebook 02.12.2016
      Im Gegenteil, in diesem Fall würden die USA durch eine Intervention im Gegensatz zu anderen Einsätzen wirklich dem nordkoreanischen Volk selber helfen, das von einem irren Despoten terrorisiert wird und verhungern muss. Einer der übelsten seiner Sorte.
  • Adrian  Müller 02.12.2016
    Toll alle Sanktionen treffen nur die Bevölkerung. Schon komisch, dass die USA Länder in Arabien "befreien" wollten, wo es unter dem Diktator besser ging, als auf ein Land loszugehen, dass immer wieder mit Angriff und Tod droht. Aber dort gibt es ja auch nichts zu holen.
    • Georg  Ritter 02.12.2016
      Sie werden ja wohl nicht auf die "Befreiung" Nordkoreas durch die USA hoffen?
    • Marco  Goby 02.12.2016
      Jetzt kommt ja Trump!
      Der wird sich mit aller Wahrscheinlichkeit wunderbar mit diesem pubertären Diktator verstehen! (Dann ist die Gefahr eines Krieges in Korea auch gebannt!)
  • beat  sigrist aus Manila
    02.12.2016
    Seit 13 Jahren macht dieses Kasperlitheater von UNO Sanktionen und dies ohne den kleinsten Erfolg.Seeblockade und die ganze Landesgrenze zu diesem Diktatorland sollten gesperrt werden.Post und Luftverkehr in und aus diesem Land muss unterbunden werden.Der Finanztransfer muss eingestellt werden.Erst wenn das Volk auf die Strasse geht und merkt warum Ihr Land so mies dran ist wird es eine Lösung geben dort.
Sie haben noch 500 Zeichen übrig.