Oscars 2008: «And the Winner is...»

  • Publiziert: 25.02.2008, Aktualisiert: 12.02.2012

LOS ANGELES. Die Französin Marion Cotillard konnte zwei Tage nach dem französischen César konnte auch noch den Oscar als beste Schauspielerin in Empfang nehmen.Marion Cotillard und ihre Dankesrede

Sie verkörpert in dem Film «La vie en rose» die legendäre französische Sängerin Edith Piaf.

Der Westernthriller «No Country for Old Men» ist der beste Film des Jahres. Das Werk der amerikanischen Regiebrüder Joel und Ethan Coen wurde in der Nacht zum Montag in Hollywood von der amerikanischen Filmkunst-Akademie mit insgesamt vier Oscars ausgezeichnet.

Die Darsteller-Preise gingen in der Gala ausschliesslich an Nicht-Amerikaner: Der in Irland lebende Brite Daniel Day-Lewis wurde für die Hauptrolle in dem Drama «There Will Be Blood» geehrt.

Die Britin Tilda Swinton erhielt den «Goldjungen» als beste Nebendarstellerin in «Michael Clayton». Javier Bardem aus Spanien wurde für seine Nebenrolle in dem Siegerfilm «No Country for Old Men» ausgezeichnet.

Bester ausländischer Film

Der sogenannte Auslands-Oscar ging wieder an ein deutschsprachiges Werk: Der österreichische Regisseur Stefan Ruzowitzky bekam die Trophäe für sein KZ-Drama «Die Fälscher». Zum besten Animationsfilm des Jahres kürten die Mitglieder der amerikanischen Filmkunst-Akademie den Kinohit «Ratatouille».

Rein zahlenmässig schnitt auch der Film «Das Bourne Ultimatum» hervorragend ab: Der Action-Thriller sammelte drei Preise für Filmschnitt, Tonschnitt und Tonmischung. Für die besten Spezialeffekte wurde der Fantasy-Film «Der Goldene Kompass» ausgezeichnet.

Schweizer Oscar

Auch die Schweiz ging nicht ganz leer aus, obwohl Marc Fosters «Kite Runner», der in der Sparte «Beste Filmmusik» nominiert war, nicht berücksichtig wurde. Die britisch-polnisch-schweizerische Koproduktion «Peter and the Wolf» konnte den Academy Award für den Besten animierten Kurzfilm einheimsen.

Und zum besten Dokumentarfilm wurde «Taxi zur Hölle» ernannt. Dort waren SRG und TSR zwei der 35 der koproduzierenden TV-Sender. (SDA)

Die Gewinner

Bei der 80. Oscar-Gala in Hollywood wurden folgende Preise vergeben:

Bester Film: «No Country for Old Men», Produktion Ethan Coen, Joel Coen und Scott Rudin

Hauptdarstellerin: Marion Cotillard, «La vie en rose»

Hauptdarsteller: Daniel Day-Lewis, «There Will Be Blood»

Nebendarstellerin: Tilda Swinton, «Michael Clayton»

Nebendarsteller: Javier Bardem, «No Country for Old Men»

Regie: Ethan und Joel Coen, «No Country for Old Men»

Nicht-englischsprachiger Film: Stefan Ruzowitzky, «Die Fälscher»

Adaptiertes Drehbuch: Ethan und Joel Coen, «No Country for Old Men»

Original-Drehbuch: Diablo Cody, «Juno»

Kamera: Robert Elswit, «There Will Be Blood»

Schnitt: Christopher Rouse, «The Bourne Ultimatum»

Ausstattung: Dante Ferretti und Francesca Lo Schiavo, «Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street»

Kostümdesign: Alexandra Byrne, «Elizabeth – The Golden Age»

Ton: Scott Millan, David Parker und Kirk Francis, «The Bourne Ultimatum»

Ton-Schnitt: Karen Baker Landers und Per Hallberg, «The Bourne Ultimatum»

Make-Up: Didier Lavergne und Jan Archibald, «La vie en rose»

Spezial-Effekte: Michael Fink, Bill Westenhofer, Ben Morris und Trevor Wood, «Der goldene Kompass»

Filmmusik: Dario Marianelli, «Atonement»

Original-Song: Glen Hansard und Markéta Irglová, «Falling Slowly» (»Once»)

Kurzfilm: Philippe Pollet-Villard, «Le Mozart des Pickpockets»

Animationsfilm: Brad Bird, «Ratatouille»

Animations-Kurzfilm: Suzie Templeton und Hugh Welchman, «Peter & the Wolf»

Dokumentarfilm: Alex Gibney und Eva Orner, «Taxi zur Hölle»

Kurz-Dokumentarfilm: Cynthia Wade and Vanessa Roth, «Freeheld»

Ehren-Oscar für das Lebenswerk: Robert F. Boyle

Daniel Day-Lewis gewinnt den Oscar

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