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Bahn-Boss Andreas Meyer hat gut lachen, er bekommt mehr Lohn: Neu sind es 1'084'107 Franken im Jahr. (RDB)
Wenn schon die Masse der Angestellten den Gürtel enger schnallen muss, solls wenigstens dem Chef besser gehen. In diese Richtung werden die Weichen der SBB gestellt. Der oberste Bahn-Boss Andreas Meyer ist gemäss neuestem Kaderlohnreport mit total 1084107 Franken Jahressalär nicht nur absoluter Spitzenverdiener sämtlicher Bundes-Manager. Er durfte sich 2008 sogar noch über eine saftige Lohnerhöhung von 40000 Franken auf den Grundlohn freuen.
Der beträgt jetzt 540000 Franken. Auch beim Bonus schlug er zu: 256000 statt 200000 im Vorjahr. Und nicht zuletzt gibts für ihn happige Zusatzzahlungen für die Pensionskasse: 168000 ausserordentlich, dann noch mal 60000 fix. 2007 hatte er nach seinem Wechsel von der Deutschen Bahn zu den SBB gar 450 000 fürs Alterskapital bekommen. Wegen dieser Einmalzahlung verdiente Meyer 2007 sogar noch mehr.
In die andere Richtung gehts für seine rund 28000 Untergebenen. Sie müssen sich auf happige Rentenkürzungen einstellen. Der Bund will nämlich nur 1,1 Milliarden in die SBB-Pensionskasse einschiessen, in der ein Drei-Milliarden-Loch klafft. Für den Rest müssen das Personal und das Unternehmen selbst aufkommen. Sie sollen sich «substanziell an der Sanierung beteiligen», beschloss der Bundesrat gestern.
«Die Mitarbeiter müssen bluten, und der Chef wird reich beschenkt. Das steht völlig quer in der Landschaft und kommt bei den Eisenbahnern ganz schlecht an!», schimpft Giorgio Tuti, Präsident der Verkehrsgewerkschaft SEV. Für ihn gibts nur eines: «Meyer soll auf seine zusätzlichen Pensionskassengelder verzichten. Das wäre nicht nur ein Akt des Anstands, sondern auch ein glaubwürdiges Signal.»
Meyers Spitzenlohn ist selbst dem Bundesrat nicht mehr geheuer. Verkehrsminister Moritz Leuenberger findet ihn «überprüfenswert». Der SBB-Verwaltungsrat soll künftig «Lohnsteigerungen zurückhaltend handhaben». Doch was Meyer mal hat, das hat er.
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