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Der Saal im Rio Casinohotel in Las Vegas ist zur Geisterstunde mit 1500 Zuschauern proppenvoll. Sie kommen zum Final der Poker-WM.
Mit Joseph Cada und Darvin Moon sitzen die beiden Finalisten am Tisch. Und auf diesem liegt der Siegerpreis – 8547041 Dollar. Aufgetürmt in 100er-Scheinen. Eine imposante Szenerie.
Am Schluss jubelt Cada. Der erst 21-jährige Poker-Profi krönt sich gleich bei seiner ersten Teilnahme an diesem Mega-Anlass zum jüngsten Sieger aller Zeiten. Mit einem «all in» bei der 364. Hand entscheidet der US-Boy aus Shelby (Michigan) den Final im Texas Hold’em zu seinen Gunsten.
Finalverlierer Darvin Moon kann sich mit einem Preisgeld von 5182928 Dollar trösten. Nur schon dass der 45-jährige Holzfäller aus Oakland (Maryland) in den Final kommt ist eine «Aschenputtel»-Geschichte. Mit dem Preisgeld, das er in einem Lokalturnier gewonnen hat, bezahlt Moon das WM-Startgeld von 10000 Dollar. Jetzt hat er diesen Einsatz verfünfhundertfacht. Nicht schlecht.
Total gibts bei dieser WM ein Preisgeld von 61 Millionen Dollar zu gewinnen, denn jeder der insgesamt 6494 Teilnehmer muss dasselbe Startgeld wie Moon zahlen.
Bei der ersten Austragung der «World Series
of Poker» war das noch anders. 1970 pokerten sieben Gambler um den Titel. Champion wurde damals Johnny Moss. Sein Preis: Ein Silberpokal.
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Cada entscheidet die WM mit einem «all in» zu seinen Gunsten. (Reuters)