3760 Franken pro Monat Sozialhilfe für Terror-Helfer

BASEL - Karwan T.* ist eine der Schlüsselfiguren des terroristischen Netzwerkes «Didi Nwe». Mit Sozialhilfe der Stadt Basel finanzierte er seine illegalen Aktivitäten.

Karwan T., in erster Instanz als Unterstützer von Al Kaida verurteilt, ist auf freiem Fuss, hier bei der Uno in Genf. play

Karwan T., in erster Instanz als Unterstützer von Al Kaida verurteilt, ist auf freiem Fuss, hier bei der Uno in Genf.

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Einen Tag vor den Attentaten in Paris schlugen die Terrorfahnder zu: Sie durchsuchten 26 Wohnungen in Italien, Norwegen und Grossbritannien: 13 Dschihadisten wurden verhaftet. Auch in der Schweiz führte die Polizei zwei Hausdurchsuchungen durch, beschlagnahmte Computer und andere elektronische Geräte.

Es ging um die Terrorzelle «Didi Nwe»; ihr Kopf ist der Iraker Mullah Krekar (59). In den 80er-Jahren gründete er die islamistische Bewegung Ansar al-Islam im Nordirak, traf in den 90er-Jahren wiederholt Terror-Fürst Osama Bin Laden. Zuletzt führte Krekar die Gruppe von seinem Exil in Norwegen aus.

Auch er wurde Mitte November bei der Aktion verhaftet, die von Italien koordiniert worden war. Die Gruppe steht im Verdacht, international terroristisch tätig zu sein. Es lagen konkrete Anschlagspläne gegen Diplomaten vor.

Zu den Schlüsselfiguren des Netzwerks gehörten auch zwei Brüder aus Basel: Karwan (37) und Mustafa (27) T.* Sie flogen schon 2008 auf, sassen ein Jahr in Untersuchungshaft und wurden 2014 vom Bundesstrafgericht zu drei beziehungsweise zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Sie fochten das Urteil an und sind in Freiheit.

Jetzt wird bekannt: Ihre Unterstützung für das Terrornetzwerk wurde auch durch grosszügige Unterstützung der Sozialhilfe Basel-Stadt möglich. Ab 2004 stand die Behörde Karwan T., seiner Frau und seinen beiden Kindern mit durchschnittlich 3760 Franken pro Monat zur Seite – insgesamt über 360000 Franken.

Zu dieser Zeit hatte T. eine leitende Funktion in der Auslandsabteilung des Terrornetzwerks Didi Nwe. Seine Hauptaufgabe: Er unterhielt Internetseiten mit Dschihad-Propaganda. Auf der Webseite «Dorbeen» postete er Interviews mit Osama Bin Laden (1957–2011) und dem heutigen IS-Führer Abu Bakr al-Bagdhadi (44). Ausserdem wurden dort Videos veröffentlicht, die Selbstmordattentate auf die irakische Armee zeigten. Zeit hatte er, weil er dank der Sozialhilfe keinem Job nachgehen musste.

Die Richter in Bellinzona sahen es als erwiesen an, dass Marwan T. «über längere Zeit hinweg einen grossen Teil seiner Zeit dafür verwendete, die Gruppierung Al Kaida zu unterstützen». So steht es im Urteil. Laut Geheimdienstquellen und der Auswertung seines überwachten  Datenverkehrs stand T. täglich in Kontakt mit Mullah Krekar, der kürzlich in Norwegen verhaftet wurde. Noch immer wird Karwan T. regelmässig von der Sozialhilfe unterstützt, daneben arbeitet er als Schweizer Korrespondent des kurdischen Fernsehsenders NRT TV.

Gegenüber SonntagsBlick beteuert er, dass seine Tätigkeit für das Netzwerk «rein journalistischer Natur» gewesen sei. Er hofft nun auf einen Freispruch vor Bundesgericht. Seit seiner Verhaftung habe er keinen Kontakt mehr mit den Leuten von Didi Nwe.

Dafür zeigt sich Karwan T. nun prominent bei der Uno: Auf Twitter postete er letzte Woche Bilder aus einem Uno-Gebäude in Genf. Trotz seiner nachgewiesenen Beteiligung am Terror-Netzwerk war es für ihn offenbar kein Problem, eine Akkreditierung bei der Organisation zu erhalten.

Publiziert am 06.12.2015 | Aktualisiert am 07.12.2015
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53 Kommentare
  • Krebs  Rolf aus Zollikofen
    07.12.2015
    wir sind und bleiben naiv!!!
  • Gerry  B. 07.12.2015
    Da wird noch viel mehr geschummelt. Vielleicht sollten sich die Behörden mal die Mühe machen bei den Caritas-Märkten vorbeizuschauen. Die würden dann staunen mit was für Autos BMW X5, Mercedes usw. die Bedürftigen da vorfahren! Aber scheinbar ist es einfacher bedürftige Schweizer zu schikanieren.
    • Castro  Anibal aus Winterthur
      07.12.2015
      Für Basel Stadt hat er sich gut integriert und kennt alle Justiz-Tricks bestens. Es fehlt ihm nur der CH-Pass und eine militärische gratis Ausbildung.
  • Ulrich  Wille 07.12.2015
    Liesst sich als als wäre Er ein "gemässigter Islamist und unterstütz von Onkel Sam". Das Schweizer Sozigeld wäre dann Trinkgeld für Ihn und seine Familie. Und wenn der Schweizer Nachrichtendienst Ihn sich vorknüpften würde, dann werden sie aus Diplomatenkreisen zurück gepfiffen. Ha Ha
  • Hurni  Philippe 07.12.2015
    Es kein Geheimnis in Basel-Stadt können extreme Muslime schalten und walten wie sie wollen, es gibt genügend Beispiele. Ich vermute die werden teilweise von den Behörden gedeckt, anders kann man sich es nicht erklären! Die Sozialhilfe Basel-Stadt gehört angezeigt falls sie wusste dass sie mit den Sozialhilfegeldern Terroristen unterstützten, die Verantwortlichen Beamten gehören auf die Strasse gestellt!
  • john  meier 07.12.2015
    zum vorschein kommen immer nur vereinzelt solche fälle.ich behaupte das sind tausende.und mit der heutigen migration wird eine ganze lawine auf uns zukommen bis die sozialwerke komplett ausgehöhlt sind.auf der anderen seite kenne ich schweizer mit der AHV mindestrente und zusatzrente bekommen sie keine weil sie so dumm waren und vom hart erarbeiteten geld noch ein bisschen gespart haben und auch noch versteuert haben.bei der obigen meldung bekomme ich magenkrämpfe.