Elektroschrott Westafrika mit immer mehr Elektroschrott überschwemmt

  • Publiziert: 10.02.2012

Genf – In Westafrika steigt die Menge an Elektronikmüll immer mehr an. Die UNO empfiehlt, den betroffenen Ländern bei der Verwertung des zum Teil auch aus Industrieländern kommenden Schrotts zu helfen und sie damit wirtschaftlich davon profitieren zu lassen.

Die UNO hatte in Benin, der Elfenbeinküste, Ghana, Liberia und Nigeria zwischen 2009 und 2011 die Menge des anfallenden Elektroschrotts untersucht. In den fünf westafrikanischen Ländern sammelten sich jährlich zwischen 650'000 und einer Million Tonnen elektrischer und elektronischer Abfälle.

Dies geht aus einem am Freitag veröffentlichten Bericht des UNO-Umweltprogramms (UNEP) hervor. Diese Abfälle müssen behandelt werden, da sie sonst eine Gefahr für Gesundheit und Umwelt darstellen. Sie enthalten nämlich gefährliche Stoffe wie Quecksilber, Blei oder Dioxin, die auch nach mehreren Verarbeitungsgängen noch vorhanden sind.

Das Problem werde noch verschärft durch die anhaltend grosse Menge an gebrauchten Geräten aus Industrieländern. Ein bedeutender Teil dieser Geräte erweist sich als unbrauchbar - in der Elfenbeinküste beispielsweise war es rund die Hälfte. In Afrika ist ferner der Einsatz von Elektronik erst in den Anfängen und wächst entsprechend rasch.

In den betroffenen Länder müsse das Sammeln von Elektroschrott verbessert werden. Die afrikanischen Länder müssten ferner in die Lage versetzt werden, aus dem elektrischen Abfall wirtschaftlich profitieren zu können, rät die UNO in ihrem Bericht. (SDA)

Kommentare (2)

  • Roger  Wunderlin , Buchs
    ich frage mich, für was denn vorgezogene Reciglinggebühren bezahlt werden. Ach so, habe ich vergessen, klar doch, dies ist ein zusätzlicher versteckter Gewinn, um dann die Ware für einen Bruchteil der bezahlten Gebühr nach Westafrika zu verschieben, natürlich wird dort nichts bezahlt für deren Arbeit, die sollen selber schauen, schliesslich haben sie ja wertfollen Schrott erhalten. Eine absolute Schweinerei und das natürlich alles legal
    • 11.02.2012
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  • Martin  Felber , Buochs
    Die RUAG in Altdorf hat noch freie Kapazität.!
    Anstatt noch mehr Schweizer zu entlassen?
    • 10.02.2012
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