So weit weg von unserer Erde war noch kein von Menschenhand geschaffenes Objekt. Die Raumsonde «Voyager 1» ist seit genau 35 Jahren unterwegs im All. Jetzt verlässt sie ihre planetare Heimat für immer.
Am 5. September 1977 wurden «Voyager1», und sein Zwilling «Voyager2», ins All geschossen. Auf eine Mission zu Jupiter und Saturn. Niemand ahnte damals, dass daraus eine sehr lange Reise werden sollte.
35 Jahre sind seither vergangen. Und es ist ein sehr einsamer Geburtstag, den die beiden Raumsonden in den unendlichen weiten des Weltalls feiern.
Voyager1 ist soweit von der Erde entfernt, wie man es nie für möglich gehalten hätte. 29'000'000'000 (29 Milliarden) Kilometer beträgt mittlerweile die Distanz zu unserem Planeten.
Jetzt steht ein epochales Ereignis bevor: Die Sonde ist kurz davor, unser Sonnensystem für immer zu verlassen und in Sphären vorzudringen, die noch nie ein von Menschenhand geschaffenes Objekt gesehen hat.
Es sind Distanzen, welche die menschliche Vorstellungskraft überfordern. Dass «Voyager1» eine solche Reise absolvieren konnte, übersteigt selbst die kühnsten Erwartungen der US-Raumfahrtbehörde Nasa.
«Zwillingsbruder» «Voyager 2» befindet sich derweil etwa 15 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt auf seinem Flug durchs All.
Die ungefähr 800 Kilogramm schwere, und mehrere Meter grosse Raumsonde, übermittelt seit Jahren laufend Daten an die Nasa-Zentrale. Auch «Voyager2» erkundete auf ihrem Weg durchs Sternenmeer die Planeten Jupiter, Saturn und Uranus. Die Sonde machte von diesen Planeten Aufnahmen in bis dahin nicht gekannter Qualität.
Aufgrund ihres unerwartet guten, technischen Zustandes, dürften die Geburtstagskinder noch eine ganze Weile unterwegs sein. Zumal die Energie-Speisung der Raumsonden noch für weitere zehn Jahre Flug reichen sollte.
Man darf gespannt sein, was die beiden Himmelsstürmer noch an stellaren Überraschungen zu bieten haben.
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