Vier Fakten zu «Happy Birthday» Zum Geburtstag viel Streit – und Geld

80 Jahre Knatsch zum Urheberrecht für das legendäre Geburtstagslied. Wer es öffentlich singt, muss zahlen.

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Der Song zum Kuchen verursacht Rechtsstreitigkeiten. Thinkstock

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1. Kindergarten-Lied
Patty Smith Hill leitete in Louis­ville im US-Bundesstaat Kentucky einen Kindergarten, in dem auch ihre Schwester Mildred arbeitete. Die beiden komponierten für die Kinder ein stimmiges Begrüssungsliedchen: «Good Morning to All». Das Kinderlied wurde im Jahr 1893 erstmals veröffentlicht. 30 Jahre später klaute Robert C. Coleman den Song der Hill-Schwestern und textete dazu die heute legendäre Strophe «Happy Birthday».

2. Urheberrechts-Klage
Innerhalb von zehn Jahren mauserte sich das Lied zur internationalen Geburtstagshymne und wurde in viele Sprachen übersetzt. Die Hill-Schwestern wollten am Erfolg teilhaben und klagten 1935 für die Anerkennung ihres Urheberrechts. Sie bekamen recht. Der Sieg brachte ihnen eine schöne Summe an Tantiemen. 1989 verkauften die Hill-Erben die Rechte dem Musikverlag Chappell Music Publishing.

3. Kassenschlager
Heute bringt das geschützte Lied dem Musikkonzern Warner/Chappell knapp zwei Mil­lionen Franken Lizenzgebühr pro Jahr. Alle Welt singt «Happy Birthday»: Für Private ist es gratis, doch sobald die Party, an der das Lied gesungen wird, öffentlich ist, werden Lizenzgebühren fällig.

4. Ein Lied für alle
Weil Jennifer Nelson 2013 einen Film über den Song drehte, bezahlte sie dem Musikkonzern 1500 Franken Lizenzgebühr. Die New Yorkerin will jetzt mit einer Klage erreichen, dass «Happy Birthday» der All­gemeinheit gehört. In Europa endet die Schutzfrist eines Werks 70 Jahre nach dem Tod des Schöpfers: Patty Smith Hill starb 1946 – das Lied ist bei uns ab 2016 nicht mehr geschützt. Anders in den USA. Verliert Nelson den Prozess, bleibt «Happy ­Birthday» geschützt – bis mindestens 2030.

Publiziert am 25.08.2015 | Aktualisiert am 25.08.2015
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