Tiere Seltene augenlose Welsart erstmals in den USA nachgewiesen

Austin – Eine bisher nur aus Mexiko bekannte Welsart lebt offenbar auch in Höhlengewässern des US-Bundesstaates Texas. Zwei Exemplare des augenlosen Katzenwelses seien in einer tiefen Kalksteinhöhle bei Del Rio gefangen worden, berichtete die University of Texas in Austin.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Teilchenphysik Dem Rätsel des Universums auf der Spur
2 Berufsrisiko James Bond lebt als Passivraucher gefährlich
3 Astronomie Rätselhafte Riesenstruktur auf der Venus

Wissen

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Das rosa-weisse, etwa siebeneinhalb Zentimeter kleine Tier hat keine Augen. Bislang gingen Experten davon aus, dass die extrem seltene Art Prietella phreatophila nur in unterirdischen Wasserreservoirs des Rio Grande im mexikanischen Bundesstaat Coahuila vorkommt. Der Fund stütze die These, dass Mexiko und Texas über unterirdische Wasservorkommen verbunden sind.

Bei den erstmals 1954 beschriebenen Tieren schimmert das Blut rötlich durch die helle Haut. Seit 1994 steht die Katzenwelsart auf der Roten Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN). Die beiden nun gefangenen Tiere seien derzeit im Zoo von San Antonio untergebracht, hiess es.

Insgesamt sind in den USA demnach nur zwei weitere Arten augenloser Katzenwelse - Trogloglanis pattersoni und Satan eurystomus - bekannt, die beide in Höhlengewässern unterhalb der Stadt San Antonio leben.

Höhlentiere unterscheiden sich stark von ihren Verwandten an der Oberfläche, wie der Biologe Peter Sprouse von der Umweltberatungsfirma Zara Environmental LLC erklärt. «Beispielsweise fehlen ihnen die Augen, sie bewegen sich nur extrem langsam und tarnen sich nicht mit Farben.»

Dafür hätten sie aber feine sensorische Fähigkeiten entwickelt, um sich in totaler Dunkelheit zurechtfinden zu können, so Sprouse, der das Fangteam leitete. (SDA)

Publiziert am 21.06.2016 | Aktualisiert am 21.06.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden