Heisse Ballon-Fahrt Schweizer Forscher überfliegen Kilimandscharo

FRIBOURG - Aus 5500 Metern Höhe in den Kilimandscharo-Krater hineinblicken und dabei den Wind um die Nase spüren? Wissenschaftler der Uni Freiburg sind in den Genuss gekommen – aus beruflichen Gründen.

  • Aktualisiert am 14.01.2012
Der Ballon bei seinem Aufstieg.- Keystone

Die Forschergruppe absolvierte erstmals eine wissenschaftliche Ballonfahrt über den Kilimandscharo. Sie untersuchte dabei unter anderem, wie viel Gase und Aschepartikel der afrikanische Vulkan ausstösst.

Die Expedition konnte erst am letzten Donnerstag starten. Zwei frühere Versuche mussten wegen starker Winde abgebrochen werden. Der Ballon sei während des rund zweieinhalbstündigen Fluges auf 5500 Meter gestiegen und anschliessend sicher wieder gelandet, heisst es.

Die Forscher haben auf dem Flug Analysen durchgeführt, um den Gletscher sowie die vulkanischen Dämpfe des Hauptkraters besser zu verstehen. Die gesammelten Daten werden an der Universität Freiburg ausgewertet und sollen Aufschluss über den Einfluss der Vulkantätigkeit auf die globale Klimaveränderung geben.

Der Gletscher des Kilimandscharo schmilzt rapide: Seine Fläche nahm innert 100 Jahren um 80 Prozent ab. Bis Ende dieses Jahrhunderts wird das Eis laut Schätzungen ganz verschwunden sein. (SDA/gsc)

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