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Sieht schlimmer aus, als es für das Gehirn ist: das Chaos auf dem Schreibtisch. (Thinkstock)
Kein Schnipselchen Papier, keine Zeitungen, keine Akten: Die Anhänger der «Clean Desk Policy», zu denen viele Manager gehören, stehen auf «total aufgeräumt». Dadurch mag das Grossraumbüro zwar präsentabler aussehen. Doch wenn es um die Produktivität der Arbeiter geht, ist diese Strategie ein Flop. Das zeigt eine neue deutsche Studie.
Forscher der Universität von Groningen haben getestet, wie Menschen in chaotischen Umgebungen funktionieren. Sie liessen die Probanden unter anderem an einem überhäuften Schreibtisch arbeiten.
Fazit: Je grösser das Chaos, desto einfacher und klarer wurden die Studienteilnehmer in ihrem Denken. Sie zeigten mehr Kreativität in Sachen Problemlösung und arbeiteten effizienter. Gemäss den Forschern liegt das daran, dass ein Durcheinander den Menschen dazu zwingt, besser zu fokussieren und genauer zu denken.
Der Effekt zeigte sich übrigens vor allem bei Leuten mit konservativer politischer Einstellung. Die Forscher glauben, dass liberalere Menschen sich in einem Chaos per se besser zurecht finden. (gsc)