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Jetzt ist es wissenschaftlich bewiesen: Um ihren Willen durchzusetzen, werden attraktive Frauen gerne zur Furie. «Schätzt sich eine Frau als schön ein, ist ihre Neigung zu Aggressionen grösser», weiss Aaron Sell von der Universität Kalifornien. «Sie glaubt, dass sie wegen ihres Aussehens das Recht hat, bevorzugt behandelt zu werden.»
Wird sie nicht wie eine Prinzessin angefasst, fordert sie ihr Recht ein. «Schöne Frauen wissen, dass sie sich gut durchsetzen können und riskieren eher einen Konflikt», erklärt der Psychologe und anerkannte Wut-Forscher. «Sie setzen ihre Wut quasi als Verhandlungswährung ein.» Das Gegenüber muss mit einem harten Kampf rechnen und ist deshalb eher zum Einlenken bereit.
Sell und sein Forscherteam haben für ihre neue Studie, die im Fachmagazin «Proceedings of the National Academy of Sciences» erscheint, 156 Studentinnen mit Durchschnittsalter 19 befragt. Diese mussten selber einschätzen, wie attraktiv sie sind. Dann wurden sie nach ihrem Verhalten in Konflikten befragt.
Das Resultat ist eindeutig: Frauen, die sich schön finden, setzten ihren Willen aggressiver durch als Frauen, die sich weniger hübsch einschätzen.
Schöne Frau, böse Frau? So einfach ist es nicht. Sell glaubt vielmehr, dass das kriegerische Verhalten der Schönheiten evolutionär zu erklären ist: «In der Biologie wird Attraktivität mit Gesundheit und der Fähigkeit, starken Nachwuchs zu zeugen gleichgesetzt», so der Forscher. «Schöne Frauen verhalten sich eigentlich wie starke Männer: Sie setzen sich durch.»