Paläontologie Prähistorischer Raubfisch besass einen spiralförmigen Darm

ZÜRICH - ZH - Die Überreste der letzten Mahlzeit eines fossilen Raubfischs geben Aufschluss über die Anatomie seines Darms, wie Paläontologen der Universität Zürich berichten. Sein Magen-Darm-Trakt gleicht dem heutiger Rochen und Haie.

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Als Saurichthys curionii, ein Knochenfisch aus dem Trias, versteinerte, sind auch Speisereste in seinem Magen-Darm-Trakt konserviert worden. Forscher der Universität Zürich konnten anhand dieser Reste nun feststellen, dass der ausgestorbene Raubfisch einen spiralförmigen Darm besass, wie die Hochschule am Mittwoch mitteilte.

Das Team um den Paläontologen Marcelo Sánchez untersuchte das aus der Tessiner Lagerstätte Monte San Giorgio stammende Fossil mittels UV-Licht. Damit liessen sich die konservierten Speisereste, welche die Anatomie des Magen-Darm-Trakts widerspiegeln, deutlich erkennen. Die Ergebnisse sind im Fachjournal «Scientific Reports» erschienen.

Ihre Beobachtungen verglichen die Wissenschaftler zudem mit einem grossen Datensatz über ausgestorbene und existierende Fische. Demnach besass Saurichthys einen geraden Magen und einen spiralförmigen Darm. Der Magen-Darm-Trakt dieses frühen Knochenfischs ähnelt somit der Anatomie heute lebender Hai- und Rochenarten.

Die Anatomie des Magen-Darm-Traktes von Saurichthys, insbesondere die vielen Windungen im Spiraldarm, zeige, wie die ursprünglichsten Verdauungsorgane der früheren Fische aussahen, liess sich der Erstautor der Studie Thodoris Argyriou in der Mitteilung zitieren.

Die durch seine vielen Windungen vergrösserte Oberfläche des Darms dürfte dem Raubfisch mehr Energie durch eine effiziente Verdauung geliefert haben, vermutet Argyriou. Die Anatomie weise entsprechend auf einen energiegeladenen Lebensstil hin.

Saurichthys gehört zu einer ausgestorbenen Fischfamilie aus dem Trias und Unterjura. Diese weit verbreiteten Raubfische hatten einen langgestreckten, torpedoförmigen Körper, der bis zu 180 Zentimeter lang werden konnte. Sie ähnelten den heutigen Hechten und Hornhechten. (SDA)

Publiziert am 06.01.2016 | Aktualisiert am 06.01.2016
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