Wo sich Männlein und Weiblein treffen, geht es schnell einmal ums Paarungsverhalten. Das ist auch bei den Langschwanz-Makaken nicht anders. Was die Viecher allerdings nicht gerne haben, sind Zuschauer.
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Affen, insbesondere Langschwanz-Makaken, ziehen sich bei der Paarung gerne zurück. Zuschauer unerwünscht!
(Thinkstock)Wenn Affen Sex haben, wollen sie keine «geilen Voyeure». Das hat eine Studie des «Primate Research Centre» in Holland ergeben. Darin unterscheiden sie sich von den meisten anderen Tieren.
Paarung im Versteckten
Eine Gruppe von 27 Langschwanz-Makaken wurden in ihrem Sexualverhalten beobachtet. Dabei stellte sich heraus, dass die Tiere mit dem anzüglichen Namen ziemlich prüde sind. Die Paarungen zwischen Angehörigen dieser Spezies finden meist versteckt statt.
Ob dieses Verhalten ganz bewusst geschieht oder ob sich rein zufällig kein Nebenbuhler in der Nähe befindet, ist bisher nicht restlos geklärt worden.
Sexpartner werden belästigt
Was die Forscher hingegen herausfanden: dass sowohl die männlichen als auch die weiblichen Affen ziemlich aufdringlich reagierten, wenn sie ein Paar in flagranti erwischten. Sie begannen diese nämlich zu belästigen und beim Sex zu stören.
Rangniedrige Männchen kommen öfters zum Ziel
Das wiederum kommt ausgerechnet den rangniedrigen Männchen zugute. Aufgrund ihres tieferen sozialen Status, halten sie sich öfters am Rande einer Gruppe auf. Sie stehen auch weit weniger unter Beobachtung der anderen Affen als ranghöhere Tiere.
Dies gibt ihnen Gelegenheit, öfters mal für ungestörtes Kopulieren «in die Büsche» zu verschwinden.
Als Affe hat es also durchaus seine Vorteile, nicht zu den Oberaffen zu gehören.
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