Ex-Astronaut kritisiert «blinde» Nasa Der nächste Asteroid könnte uns auslöschen

Die Nasa ist blind, sagt Ed Lu. Der Wissenschaftler kritisiert, dass die US-Weltraumbehörde erst zehn Prozent der gefährlichen Asteroiden kennt.

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Die ganz grossen und gefährlichen Brocken im Weltall stehen fast alle unter Beobachtung. Doch dies sind nur die Asteroiden mit einem Durchmesser von mehr als einem Kilometer, die bei einem Aufprall auf die Erde eine globale Katastrophe auslösen würden.

Was passiert, wenn die Welt von einem kleineren Geschoss getroffen wird? Ex-Astronaut und Wissenschaftler Ed Lu: «Der nächste Asteroid, der uns trifft, wird ohne Vorwarnung kommen.»

Hat die US-Weltraumbehörde Nasa das nicht im Griff? Die Asteroiden mit einem Durchmesser von etwa 500 Metern, die laut Lu die «globale Wirtschaft ‹nur› für eine Dekade ausser Gefecht setzen und etwa 50 Millionen Menschen töten würden», seien noch grösstenteils unbekannt.

Beauftragt vor zehn Jahren durch den US-Kongress, soll die Nasa bis 2020 90 Prozent der gefährlichen Asteroiden in Erdnähe lokalisieren. Bis im vergangenen September machte die Behörde jedoch nur zehn Prozent von ihnen aus, wie Nasa-Inspektor Paul Maritin damals erklärte.

Die Nasa forscht – wer schützt die Erde?

Das Problem: Primäres Ziel der Nasa ist die Forschung. Die Erde zu schützen, werde jedoch nicht als Wissenschaft angesehen, sagt Lu dem Online-Newsdienst vox.com.

Lu hat deshalb eine Stiftung mitgegründet und sammelt Geld für ein Projekt, um mittelgrosse Asteroiden mit einem Durchmesser ab 140 Meter zu katalogisieren. «Wir hoffen, wir können es in etwa fünf Jahren lancieren», sagt Lu.

Das Problem sei nämlich nicht, die gefährlichen Asteroiden von ihrem Kurs Richtung Erde abzubringen. «Das ist nicht der schwierige Teil.» Die Herausforderung ist gemäss dem Wissenschaftler vielmehr, die Himmels-Brocken früh genug zu erkennen.

«Unsere Zukunft auf Erden ist nicht garantiert», sagt Lu. Deshalb hätten er und seine Mitarbeiter dieses Projekt in Angriff genommen.

Am vergangenen Montag kam ein Asteroid mit 450 bis 900 Metern Durchmesser der Erde für kosmische Verhältnisse äusserst nahe: Das Geschoss mit der Bezeichnung 2004 BL 86 raste in 1,2 Millionen Kilometern Entfernung und mit einer Geschwindigkeit von 15 Kilometern pro Sekunde an unserem Planeten vorbei. (noo)

Publiziert am 29.01.2015 | Aktualisiert am 29.01.2015
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37 Kommentare
  • Marco  Götz aus Bern
    29.01.2015
    Vielleicht das beste wenn es passiert. Wir haben es längstens nicht mehr verdient auf dieser schönen Planeten zu leben.
  • John  Biker aus Freiamt
    29.01.2015
    Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Um die Welt zu Retten muss der Mensch ausgerottet werden. Die Zeit von uns dekadenten Lebewesen ist gezählt. Entweder wird ein Vulkan oder ein Asteroid uns dezimieren. Und dann beginnt alles wieder von vorne!
  • Franz  Von Berg aus Wil
    29.01.2015
    Einen Trost gibt es.
    Die Reichen verwöhnten erwischt es auch.
    Nur wir von der Unterschicht werden überleben.
    Den das haben wir gelernt.
  • Vanessa  Ewing aus Biel
    29.01.2015
    Viele Wissenschaftler sagen eh, es sei drei vor zwölf.Der Mensch hat in einigen hundert Jahren dermassen viel zerstört, bald geht uns auch das Erdöl aus, gibt es bis dahin Ersatz dafür?Wenn man sieht was momentan alles auf der Welt passiert, steuern wir selber auf die Apokalypse zu und ich bin durchaus ein positiver Mensch. Wenn nun noch ein Asteroid auf uns zusteuert, wird es dann wieviele Millionen Jahre dauern, bis es wieder Leben geben wird auf Erden?Wie klein und unbedeutend wir doch sind..
  • Paul  Gonseth aus Olten
    29.01.2015
    Und das Gute daran: dem Universum ist es so was von egal, ob es uns gibt…