Digitalisierung Forschungszentrum in Neuenburg will bei Wearables vorne mitspielen

NEUENBURG - Das Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnik in Neuenburg, das CSEM, sieht sich gut aufgestellt, um auf dem wachsenden Markt für vernetzte Objekte (Werables) mitzumischen. Das Forschungszentrum gibt sich auch offen für Partnerschaftsanfragen in der Schweiz.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 600 Jahre Niklaus von Flüe Wem gehört der heilige Einsiedler?
2 Berufsrisiko James Bond lebt als Passivraucher gefährlich
3 Raumfahrt Erfolgreiche «Falcon 9»-Mission

Wissen

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Das CSEM habe rund 20 Patente seit 2001 angemeldet, um Vitaldaten mithilfe einer Uhr, aber auch mit Brillen, Schuhen oder Textilien zu messen, erklärt Jens Krauss, Chef der CSEM-Division Systeme, in einem Interview in der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche».

Das CSEM habe an rund zehn Uhrenmodellen mitgearbeitet oder arbeite noch daran. Darunter sei die Uhr von Pulse One, einem Unternehmen, das aus der Neuorganisation von Nokia 2012 hervorging. «Unsere Partnerschaften schaffen Arbeitsplätze», sagt Krauss.

Momentan gibt es aber keine Partnerschaft mit einem inländischen Unternehmen. «Unsere Politik sieht vor, dass Schweizer Unternehmen Zugang zu unseren Patenten erhalten können. Unseren ausländischen Partnern gewähren wir keine Exklusivität.» Jeder Uhrenhersteller könne sich an das CSEM wenden, leider aber sei das noch selten der Fall.

Ungeachtet dessen rät Krauss der Schweizerischen Uhrenindustrie, sich auf ihre Kernkompetenz zu besinnen. Die Verkaufszahlen der Applewatch müsse die Uhrenhersteller nicht zwingend beunruhigen. «Es ist zwecklos, mit den 'Big Playern' auf diesem Gebiet konkurrenzieren zu wollen». Die Marken seien gut gerüstet, um Uhren und nicht Gadgets zu konzipieren.

Das CSEM hat beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich die Armbanduhr AVA für Frauen entwickelt, die etwa die Menstruationszyklen und die Fruchtbarkeit misst, wie Krauss sagt. Das Zürcher Startup will nun im Silicon Valley eine Niederlassung eröffnen.

Laut Krauss ist es noch nicht zu spät, um bei den vernetzten Uhren mitzumischen. Nun sei ein guter Zeitpunkt, um sich auf diesem Markt zu positionieren, sagt er. Zeit zum Zaudern bleibe aber keine mehr. (SDA)

Publiziert am 13.03.2016 | Aktualisiert am 19.04.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden