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Die Vision der Forscher: Mini-Transporter mit den neuen Düsenantrieben bringen Medikamente an einen gewünschten Ort. (IFW Dresden)
Der kleinste von Menschenhand gefertigte Düsenantrieb misst 600 Nanometer im Durchmesser und wiegt 1 Picogramm (=0,000000000001g).
«Die Vision ist es, damit ganz gezielt Medikamente in den menschlichen Körper zu bringen», sagte Professor Oliver Schmidt vom Dresdner Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung. Er hatte den Düsenantrieb zusammen mit drei anderen Tüftlern gebaut. Nach dem Vorbild biologischer Mikroorganismen sollen künstliche Mikromaschinen damit die chemische Energie ihrer Umgebung nutzen und sie für die eigene Fortbewegung verwenden.
Die kleine Rakete könne sich im Wasser aus eigenem Antrieb bewegen. Noch sei dafür die Zugabe von Wasserstoffperoxid nötig. «Bis zur Anwendung müssen wir uns noch andere chemische Reaktionen überlegen», sagte Schmidt. Dann könne das winzige Röhrchen Medizin transportieren, aber auch Flüsse und Seen reinigen.
Den bisherigen Rekord des kleinsten Düsenantriebs hat die Erfindung der Dresdner um Längen gebrochen, wie Schmidt sagte. Der Vorgänger war etwa 100 Mal grösser. (SDA/ges)