CH-Rasterkraftmikroskop fliegt auf den Mars

  • Publiziert: 30.07.2007

NEUENBURG – Nächsten Freitag startet die NASA ihre «Phoenix»- Marssonde. Mit dabei ist ein von Schweizer Forschern entwickeltes Rasterkraftmikroskop, wie die Universität Neuenburg mitteilte. Entwickelt wurde das Mikroskop von Wissenschaftern des Mikrotechnischen Instituts der Universität Neuenburg, des Instituts für Physik der Universität Basel und der in Liestal BL ansässigen Firma Nanosurf AG. Das Rasterkraftmikroskop wird bei der Analyse der Marsoberfläche eingesetzt. Gesucht wird bei dieser Mars-Mission nach Lebensspuren auf dem Roten Planeten.

Bereits 2002 fand die NASA-Sonde «Mars Odyssey» aus der Luft Belege für Theorien, wonach in den arktischen Weiten des Nachbarplaneten in Armeslänge unter der Oberfläche Wassereis liegt. Genau da soll «Phoenix» – eine Art fliegende Baumaschine samt Experimentierofen, Labor, Kamera, Laser-Kanone und Wetterstation – jetzt aufsetzen. Die Wissenschaftler erhoffen sich von «Phoenix» auch Erkenntnisse über den Klimawandel – warum aus dem einst feuchten und warmen Mars ein kalter Planet mit vereisten Polarkappen wurde. Schliesslich hat die NASA noch ein langfristiges Ziel: Irgendwann nach 2020 sollen sechs Astronauten zum Nachbarplaneten fliegen. Gesucht wird noch ein Landeplatz samt Wasservorrat. (SDA)

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