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Verführerischer als die schönste Nebensache der Welt: Handy und Computer. (iStockphoto)
Wissenschaftler der Universität von Chicago statteten 205 Erwachsene mit Aufnahmegeräten aus. Die Probanden mussten damit Buch über ihre verschiedenen Verlangen führen.
Die Auswertung der insgesamt 7827 Reports zeigte: Die Studienteilnehmer empfanden Sex und Schlaf als die dringlichsten Bedürfnisse. Allerdings konnten sie diesen besser widerstehen, als wenn es um Arbeit oder die neuen Medien ging. Sprich: Es fällt leichter, ein Schäferstündchen oder eine Stunde Schlaf auszulassen, als darauf zu verzichten, noch eben mal schnell das Büro-Mail abzurufen oder kurz auf Facebook vorbeizuschauen.
Schlaf und Freizeit erwiesen sich als die problematischsten Bedürfnisse. Denn sie erzeugten am meisten Spannung zwischen natürlichem Verlangen und Realisieren-Können. Als schwächste Bedürfnisse gaben die Versuchskaninchen Alkohol und Tabak an. Ob sie dabei wohl ganz ehrlich waren?
Die bei einem Treffen der Gesellschaft für Persönlichkeit und soziale Psychologie vorgestellte Studie stützt ausserdem frühere Forschungen, die besagen: Je häufiger und unmittelbarer jemand einem Verlangen widerstanden hat, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass er beim nächsten Bedürfnis schwach wird. Damit sinken Willenskraft und Selbstkontrolle, je länger der Tag dauert. (gsc)