Handy-Strahlung doch nicht gefährlich?
Aktualisiert um 22:25 | 11.09.2006
LEIPZIG/ZÜRICH – Auch in der Nähe von Antennenmasten ist kein erhöhtes Krebssrisiko erkennbar. Das ergab eine Studie in Deutschland. Ein Schweizer Experte zweifelt allerdings.
Die von der Weltgesundheitsorganisation WHO initiierte Studie wurde in 13 Ländern nach genau festgelegten Kriterien durchgeführt. In Deutschland nahmen 30´000 Menschen daran teil. «Momentan führen wir noch in 3000 Wohnungen Messungen zur Stärke der elektromagnetischen Felder durch», erklärte Wissenschaftlerin Maria Blettner. Bereits jetzt lässt sich aber nach ihren Angaben sagen, dass Handynutzer auch in der Nähe von Mobilfunkbasisstationen und Antennenmasten kein erhöhtes Krebsrisiko haben.
Ist die Angst vor gesundheitlichen Schädigungen von Handy-Dauerbenutzern also unbegründet? Albert von Däniken vom Schweizer Kompetenzzentrum für Elektrosmog will keine Entwarnung geben: «Es ist generell fragwürdig, wenn aufgrund einer einzelnen Untersuchung eine pauschale Äusserung gemacht wird», sagte er zu Blick Online. Der Experte betonte allerdings, dass er die betreffende Studie noch nicht kenne.
Ausserdem, so von Däniken, liege es in der Natur der Sache, dass ein Negativbeweis kaum je zu erbringen sei. Eine wissenschaftliche Untersuchung könne das Fehlen einer Wirkung nicht «beweisen». Sinnvoll sei deshalb nach wie vor, die Strahlung so gut als möglich zu reduzieren.
Selbst Blettner rät, trotz der neuen Erkenntnisse einfache Vorbeugemassnahmen zu treffen: Da Handys beim Gesprächsaufbau mit stärkerer Leistung senden, soll man das Gerät erst nach Zustandekommen der Verbindung ans Ohr halten. Auch durch Verwendung eines Headsets werde die Strahlenbelastung geringer.
Ist die Angst vor gesundheitlichen Schädigungen von Handy-Dauerbenutzern also unbegründet? Albert von Däniken vom Schweizer Kompetenzzentrum für Elektrosmog will keine Entwarnung geben: «Es ist generell fragwürdig, wenn aufgrund einer einzelnen Untersuchung eine pauschale Äusserung gemacht wird», sagte er zu Blick Online. Der Experte betonte allerdings, dass er die betreffende Studie noch nicht kenne.
Ausserdem, so von Däniken, liege es in der Natur der Sache, dass ein Negativbeweis kaum je zu erbringen sei. Eine wissenschaftliche Untersuchung könne das Fehlen einer Wirkung nicht «beweisen». Sinnvoll sei deshalb nach wie vor, die Strahlung so gut als möglich zu reduzieren.
Selbst Blettner rät, trotz der neuen Erkenntnisse einfache Vorbeugemassnahmen zu treffen: Da Handys beim Gesprächsaufbau mit stärkerer Leistung senden, soll man das Gerät erst nach Zustandekommen der Verbindung ans Ohr halten. Auch durch Verwendung eines Headsets werde die Strahlenbelastung geringer.
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