5 Fakten zu Arbeit und Klima Heisses Wetter macht uns arm

Eine neue Studie zeigt eine unterschätzte Folge des Klimawandels auf: Die Produktivität sinkt.

Die globale Erwärmung wirkt sich auf die Produktivität der Menschen aus. play

Die globale Erwärmung wirkt sich auf die Produktivität der Menschen aus.

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1. Temperatur und Wirtschaft
Wie heiss oder kalt es in einem Land ist, spielt nicht bloss eine Rolle für den Tourismus – es ist vielmehr für die gesamte Wirtschaftsproduktivität ein Faktor. Das zeigt die amerikanische Stanford-Universität in einer Studie. Die Forscher werteten Wirtschaftsdaten von 166 Ländern für den Zeitraum von 1960 bis 2010 aus und verglichen sie mit den jährlichen Durchschnittstemperaturen.

2. Kühle macht produktiv
Das Resultat der Studie erklärt, warum die reichsten Länder der Welt vor allem auf der Nordhalbkugel des Globus liegen: In kühleren Ländern ist die Wirtschaft produktiver. Nicht dass die allerkältesten Länder die produktivsten wären, aber die Leistung steigt an bis zum Idealwert von 13 Grad jährlicher Durchschnittstemperatur.

3. Heisseres Wetter bremst
Das heisst, unter dieser 13-GradSchwelle steigt die Produktivität zwar mit der Temperatur an: Schliesslich ist es angenehmer zu arbeiten, wenn man nicht dauernd friert. Aber ab 13 Grad sinkt die Leistungsfähigkeit wieder – und zwar schnell.

4. Hiesiges Klima meist ideal
Unser Land liegt im Landesschnitt mit etwa zehn Grad unter der magischen Grenze. Aber die sehr unterschiedliche Topografie sorgt dafür, dass die idealsten Gebiete genau in den Wirtschaftszentren liegen.

5. Klimawandel macht uns arm
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die zu erwartende weltweite Klimaerwärmung viel teurer wird als angenommen. In den kommenden Jahrzehnten mag die Produktivität weltweit sogar noch steigen. Doch dann bricht sie bis zum Jahr 2100 scharf ab. Die Stanford-Forscher befürchten gar, dass dann in 77 Prozent der Länder die Menschen im Schnitt ärmer sein werden als heute – weil es heisser geworden ist.

Publiziert am 26.10.2015 | Aktualisiert am 26.10.2015
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2 Kommentare
  • Katharina  Sutter Parthé aus Petit Lancy
    26.10.2015
    Man bemerkt unsere schleppende Arbeistsmoral auch in unseren Breitengraden an heissen Sommertagen. Es wird kaum produziert und in den Büros herrscht Ferienstimmung. Um 4 Uhr hauen die meisten ab in die Badi und die Chefs drücken ein Auge zu. Weil normalerweise in der Schweiz die Dauer der Hitzewelle begrenzt ist, hat dieser Leistungsabfall keinen grossen Einfluss auf unsere Wirtschaft.
  • Wir sind  das Pack 26.10.2015
    Anders siehts beim Bevölkerungswachstum aus, gellet. Heisses Klima mach giggerig, wenigstens mich. Das relativiert auch die Behauptung, wir seien alles Egositen und Selbstverwirklicher ohne Kinderwunsch. Nein Leute, wir kriegen einfach keinen hoch in dieser Kälte!