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Ein eigenbrötlerisches «Finöggeli» ist sie gewesen. Und das in einer Emmentaler Gesamtschule mit grad mal zwei Mädchen in der Klasse. Nicht die einfachsten Startbedingungen, aber Marina Bolzli (morgen 28) hatte ja ihre Bücher zuhause.
«In der Freizeit las ich viel und schrieb Gedichte.» Die klauten ihr die jüngeren Geschwister und versteckten sie. Doch die Schriftstellerinnen Federica de Cesco und Astrid Lindgren waren dem poetischen Mädchen vom Zimmerberg gute Freundinnen.
In Marina Bolzli sammeln sich die Worte und kommen dann geschliffen und spannungsgeladen wieder ans Tageslicht. Mit vielen Überraschungen drin, so wie in ihrem Leben auch. «Ich machte eine sehr schlechte Russisch-Matur, darum habe ich dann Russisch und Politologie studiert».
Wie bitte, baut man nicht eher auf Erfolgen auf? «Ich hatte einfach das Gefühl, dass es das nicht gewesen sein kann.» Und reist nach Russland, wo sie das staatliche Sprachdiplom ablegt. Sie kriegt prompt ein Stipendium der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia – als literarische Vermittlerin zwischen Ost und West.
Das Schreibtalent arbeitet schon als Studentin als freie Lokaljournalistin und dann als People-Redaktorin in der Party- und Glamourwelt.
Für den Blick schreibt Marina Bolzli jetzt einen packenden Adventskrimi: Über ein Emmentaler Eishockeyteam, einen verschwundenen Gemeindepräsidenten und eine tapfere junge Russin.
Im nächsten Frühling erscheint ihr Romanerstling «Nachhernachher».
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Die Krimi-Autorin Marina Bolzli. (Philippe Rossier/Blick)