Ökologischer Weihnachten feiern Mieten Sie einen (Schweizer) Christbaum!

Nordmann oder Fichte, heimisch oder ausländisch, kaufen oder mieten? Wir sagen Ihnen, was Sie in Sachen Christbaum beachten sollten.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 «Voriges» nach dem Fest So kreiert man aus Resten neue Menüs

Life

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Um die 1,2 Millionen Christbäume werden alljährlich in der Schweiz verkauft. Macht einen Gegenwert von 50 Millionen Franken. 60 Prozent der Bäume stammen aus dem Ausland, hauptsächlich aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden.

Zertifizierte Bäume: Hingucken lohnt sich

Ein Ärgernis, findet Corina Gyssler vom WWF. «Die langen Transportwege schaden dem Klima, zudem werden in den jeweiligen Plantagen häufig synthetische Dünger, chemische Wachstumsförderer und Pflanzenschutzmittel eingesetzt.» Gifte, die nicht nur der Umwelt schaden, sondern letztlich zusammen mit dem Baum auch in der ­guten Stube landen. Deshalb empfiehlt die ­Naturschutzorganisation, auf der Suche nach einem geeigneten Christbaum einen Forstbetrieb aus der Region zu berücksichtigen.

«Auch eine gute Wahl sind Bäume mit dem FSC- oder Bio-Knospe-Label», sagt ­Corina Gyssler. Diese stammen nicht aus Monokulturen, sondern aus Mischwäldern, in denen die Vielfalt von Pflanzen und Tieren erhalten bleibt. Zudem werden lediglich so viele Bäume gefällt, dass die Wälder nicht aus dem Gleichgewicht geraten. FSC-zertifizierte Tannenbäume gibt es bei Migros und Coop, bei zahlreichen regionalen Forstbetrieben und oft beim lokalen Werkhof.

Schweizer Bäume unterliegen hohen Qualitätstandards

«Hiesige Christbäume werden nach strengen Standards kultiviert», bemerkt Philipp Gut. «Im Schweizer Wald ist der Einsatz von Spritz- und Düngemitteln absolut verboten.» Gut ist Vorstandsmitglied der IG Suisse Christbaum. Der Dachverband vereint unter seinem Dach 230 Produzenten aus der Land- und Forstwirtschaft. «Schweizer Bäume sind oft bio, ohne dass man es gross anschreiben muss», sagt Philipp Gut. Deshalb hält er auch nicht viel von einer ­speziellen Auszeichnung. Auf die Schweizer Herkunft würden im Übrigen verschiedene Labels hinweisen, so zum Beispiel «IG ­Suisse Christbaum» oder «Schweizer Holz».

Am gefragtesten ist hierzulande nach wie vor die Nordmanntanne (65%). Diese kommt meist aus dem Ausland. Dahinter folgen die heimische Rot- und Weisstanne (20%), die Blaufichte (5%) sowie andere Baumarten wie Korktanne oder Engelmannfichte (10%). Einmal aufgestellt, ragt der Christbaum in Schweizer Stuben durchschnittlich 1,60 Meter in die Höhe. Für ein zehn Jahre altes Exemplar kostet um die 50 Franken. Und noch ein statistischer Wert: Am meisten Bäume wandern jeweils drei Tage vor Heilig Abend vom Anbieter zum Käufer.

Alternativ können Weihnachtsbäume auch gemietet werden

Immer häufiger handelt es sich dabei um eingetopfte Christbäume. Denn seit einigen Jahren bieten verschiedene Gartencenter solche zur Miete an. «Die Nachhaltigkeit steht dabei Pate», sagt Christian Schutz, Mitinhaber der Alpin Baumschulen Schutzfilisur in Filisur GR. «Nach Weihnachten kann der Baum zurückgebracht werden, oder wir ­holen ihn auf Wunsch ab.» Letzte Weihnachten hat Schutzfilisur rund 4000 Topf-Tannenbäume in die ganze Schweiz vermietet – zehnmal mehr als noch 2013, als die Baumvermietung initiiert wurde. Und heuer rechnet der Patron mit 5000 Mietbäumen. «Wer will, kann jedes Jahr denselben Baum mieten und mitansehen, wie dieser immer grösser wird», sagt Christian Schutz. Mietbäume im Topf gibt es ab 50 Franken.

Traditionelle Farben sind wieder im Trend. imago/Stephan Wallocha
Rot, Grün und Gold sind diese Weihnachten wieder angesagt

Wie dekoriere ich meinen Weihnachtsbaum?

Jedes Jahr die gleiche Frage: Sollen wir den alten Schmuck aus dem Keller holen oder doch neuen kaufen? BLICK-Stil-Expertin Ana Maria Haldimann rät zu einem Mix. «Wenn man sich in den Geschäften umschaut, so wird davon ausgegangen, dass wir Konsumenten einen Grundstock an Kugeln, Sternen und Kerzen haben, den wir immer wieder gerne am Baum sehen. Dementsprechend liegt das Schwergewicht in den Regalen bei ergänzenden Elementen.»

Diese Weihnachten wird wieder auf klassisch gesetzt: Dekoriert wird der Baum in Rot, Grün und Gold. Farben, die eine mystische Stimmung ins Wohnzimmer zaubern. Rot und Gold stehen für Wärme und Harmonie. Und davon kann man über die Festtage kaum genug bekommen. Vorsicht hingegen ist bei Grün geboten, da sich Kugeln in diesem Ton nicht allzu sehr vom Christbaum abzuheben können. «Richtig kombiniert setzen sie jedoch einen pfiffigen Akzent», meint Ana Maria Haldimann.

Auf ihrem Rundgang durch die vorweihnächtlich herausgeputzten Warenhäuser ist die BLICK-Stil-Expertin aber auch dem einen oder anderen ungewöhnlichen Schmuckstück begegnet. «iPhone, Rüebli oder einen Hummer an den Baum zu hängen ist vermutlich aber eher etwas für verspielte Gemüter, die Lust auf etwas ganz anderes haben.» Von zu viel Schmuck am Baum rät sie indessen ab, «über­behängte Bäume wirken schnell unruhig und schlucken das Kerzenlicht». Und wer es besonders stimmungsvoll mag, der tut gut daran, die Lichterketten nicht an den Ast­enden aufzuhängen, sondern weiter innen um den Stamm zu wickeln. So entsteht ein weiches, festliches Licht.

Mehr zum Thema
Publiziert am 01.12.2016 | Aktualisiert am 02.12.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS