Wahlkampf-Mode Hillary Clinton kann man jetzt tragen

Die Präsidentschaftsanwärterin der Demokraten überlässt nichts dem Zufall. Auch ihre Kleidung und Frisur nicht. Unterstützung bekommt sie von der US-Starautorin Lena Dunham.

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Im Zeitalter der sozialen Medien wie Instagram läuft nichts ohne starke Bilder. Und wenn die erste Frau darum kämpft, US-Präsidentin zu werden, wird Mode zu einem politischem Statement. Auf Stimmenfang für Hillary Clinton (68) ist Lena Dunham (29). Sie ist die Autorin der TV-Serie «Girls», dem intellektuellen Gegenentwurf zu «Sex and the City», bei der sie auch gleich die Hauptrolle spielt. Dunham kennt sich mit der weiblichen Psyche also bestens aus.

Es ist deshalb auch kein Zufall, dass sie an einer Wahlveranstaltung der demokratischen Spitzenkandidatin in Iowa eine weisses Kleid trug, das mit einem stylischen roten Hillary-Print und blauen Sternen übersät war. So macht Mode 2016 Politik. Das Kleid war der Auftakt für insgesamt fünf «Hillary»-Outfits, die Dunham zusammen mit ihrer Stylistin Shirley Kurata entworfen hat. Zu kaufen gibts die Stücke nicht, sie sind alleine Werbebanner für den Wahlkampf. Wahlkampf von Frauen für Frauen. Denn der Löwenanteil von Dunhams 2,3 Millionen Followern auf Instagram sind Frauen –  und die verstehen die politische Message hinter der Mode. 

Hillary Clinton selber ist lange genug in der Politik, um sich der Macht der Kleider und der Frisuren bewusst zu sein. In ihrer Zeit als Senatorin hielt sie vor einer Gruppe Jura-Studenten eine legendäre Rede über Bürgerpflichten, die so endete: «Der wichtigste Ratschlag, den ich Ihnen auf den Weg geben kann, ist, auf Ihre Frisur zu achten. Denn Ihr Haar verrät viel über Sie. Legen Sie also Wert auf Ihre Frisur, denn Ihre Umgebung wird es garantiert tun.»

Als Clinton nach den Jahren als First Lady 2002 politisch selber aktiv wurde, schnitt sie ihre Haare sehr kurz und trug plötzlich nur noch Hosenanzüge. Es schien fast, als wolle sie die Zeit als (First)-Lady auch optisch hinter sich zu lassen. Den Hosenanzügen ist sie bis heute treu geblieben, ähnlich wie bei Angela Merkel wurden sie zu ihrem Markenzeichen. Beide Frauen haben verstanden, wie man die nonverbale Sprache der Mode zum Schweigen bringt: indem man stets die gleiche Uniform trägt. So lenkt nichts mehr davon ab, was die Politikerinnen zu sagen haben.

Hillarys republikanischer Konkurrent Donald Trump hat diese Lektion noch nicht gelernt. Denn seine Frisur sorgt für mindestens gleich viel Gesprächsstoff wie seine politische Agenda. 

Publiziert am 20.01.2016 | Aktualisiert am 20.01.2016
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