Volkskunst Museum Appenzell zeigt Bauernmalerei und Scherenschnitte

APPENZELL - AI - Das Museum Appenzell zeigt unter dem Titel «Alpine Volkskunst in der Schweiz» Bilder und Scherenschnitte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die Werke aus der Ostschweiz, dem Greyerzerland, dem Pays-d'Enhaut und dem Wallis weisen interessante Parallelen auf.

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Die Ausstellung dauert vom 19. März bis zum 18. September. Erstmals hat das Museum Appenzell eine Ausstellung zum Thema Volkskunst realisiert, «die weit über das Appenzellerland hinausweist und in ihrer Art einzigartig ist», wie das Museum schreibt.

Den Kernbestand der Ausstellung bildet die rund 30 Meisterwerke umfassende Sammlung von Guy Filippa, Sammler und Erforscher der alpinen Volkskunst. Hinzu kommen Leihgaben aus Museen in Bulle, Château-d'Oex, Sitten und Isérables.

Im Appenzellerland, einer Hochburg der klassischen Bauernmalerei, entstanden zu Beginn des 19. Jahrhunderts die ersten bemalten Melk- oder Fahreimerbödeli. Fast zur gleichen Zeit malte der Möbelmaler Conrad Starck (1769-1817) eine ganze Alpfahrt in der klassischen Anordnung auf einen Schrank.

Um 1850 kamen die ersten Tafelbilder mit sennischen Szenen auf. Die ersten genialen Vertreter dieser neuen Malerei von Bauern für Bauern waren Bartholomäus Lämmler (1809-1865) und Johannes Müller (1806-1897).

Zur selben Zeit und ohne dass die einzelnen Künstler voneinander wussten, begann im Greyerzerland der Maler Sylvestere Pidoux (1800-1871) das Sennen- und Hirtenleben darzustellen. Im benachbarten Pays-d'Enhaut wurde der Scherenschnittkünstler Johann Jakob Hauswirth (1809-1871) bekannt, und im Wallis der Aussenseiter Charles Frédéric Brun (1814-1871), genannt «le Déserteur».

Im Appenzellerland führten eine Reihe von Bauernmalern das Erbe von Lämmler und Müller weiter, von denen ebenfalls Bilder zu sehen sind. Vertreten ist auch der Walliser Maler Robert Calpini (1840-1918), dessen Leidenschaft das Porträtieren von Kühen war, die auf der grossen Alp Thyon jeweils zum Kampf um die Position der Königin antraten.

www.museum.ai.ch (SDA)

Publiziert am 18.03.2016 | Aktualisiert am 19.04.2016
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