Verbrechen am Welterbe IS-Terroristen zerstören Löwen-Skulptur von Palmyra

PALMYRA (SYRIEN) - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die berühmte Löwenskulptur aus dem Allat-Tempel in Palmyra zerstört. Die archäologischen Stätten der Stadt zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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«Das ist das schlimmste Verbrechen, das die Dschihadisten am Erbe von Palmyra begangen haben», sagte der Direktor der syrischen Antikensammlungen, Maamun Abdelkarim, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Er bezeichnete die Löwenskulptur, die am Eingang des Museums von Palmyra stand, als «einzigartig».

Allat ist eine vorislamische Göttin der Araber. Die Zerstörung der Skultpur erfolgte laut Abdelkarim am Samstag.

Die Kalkstein-Skulptur des Löwen wurde 1977 von einer polnischen archäologischen Mission entdeckt. Sie wurde auf das erste vorchristliche Jahrhundert datiert.

«Sie zielen auf das Mark der Gesellschaften»

Abdelkarim sagte, die Skulptur sei mit einer Metallplatte und mit Sandsäcken vor den Wirren des syrischen Bürgerkriegs geschützt worden. «Wir haben es nie für möglich gehalten, dass der IS kommen würde, um sie zu zerstören.» Die pseudo-religiösen Kämpfer des so genannten Islamischen Staates drangen am 21. Mai nach Palmyra vor.

«Extremisten zerstören kulturelles Erbe nicht als Kollateralschaden», sagte UNESCO-Generalsekretärin Irina Bukova am Mittwoch bei einem Vortrag in London. «Sie zielen systematisch auf das Mark der Gesellschaften.»

Mit Vorschlaghämmern an der Arbeit

Die Terrorbanden des IS verbreiteten am Donnerstag Fotos von der Zerstörung mehrerer Statuen, die aus Palmyra stammten und von dort in den Norden des Landes verschleppt worden waren. Auf den Fotos ist zu sehen, wie IS-Kämpfer mit Vorschlaghammern die Statuen zertrümmern.

Ein islamisches Gericht habe entschieden, dass der Dieb eine Strafe erhalten und die Statuen zerstört werden sollten, hiess es in der IS-Erklärung. Die vom IS vertretene strenge Auslegung des Islam sieht in Statuen von Menschen und Tieren eine Götzenverehrung. (SDA)

Publiziert am 02.07.2015 | Aktualisiert am 02.07.2015
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