Sponsored Content: Coop - Taten statt Worte Die Geheimnisse des Bio-Weins

Dem Unkundigen mag es so scheinen, als sei Bio-Wein der jüngste Trend im stetig wachsenden Bio-Markt. Dabei ist der biologische Anbau von Weintrauben ein Handwerk, das in der Schweiz schon lange gepflegt wird. Einer der Pioniere, der Waadtländer Winzer Reynald Parmelin, weiht in die Geheimnisse des Bio-Weins ein.

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Weinbau hat in der Familie Parmelin eine lange Tradition. Bereits in der achten Generation bewirtschaftet Reynald Parmelin die Domaine la Capitaine bei Gland VD am Genfersee. Er gehört zu den Schweizer Bio-Wein-Pionieren: Vor 20 Jahren wagte er die Umstellung auf Bio, unter anderem weil sein Vater durch die vorher eingesetzten Pestizide gesundheitliche Probleme bekam. Dieser Gefahr ist auf der Domaine la Capitaine heute niemand mehr ausgesetzt. Der Hauptfeind der Trauben, ein Pilz namens Mehltau, wird hier biologisch bekämpft: «Wir bespritzen die Rebblätter mit Brennessel-Wasser», erklärt Parmelin, «Tonerde funktioniert auch, diese wird als Pulver in warmem Wasser verdünnt.» Gegen den Traubenwickler, einen Schmetterling, der seine Larven in den Trauben ablegt, geht der Bio-Winzer mit «Spaghetti» vor. Das sind nach ihrem Aussehen benannte Riemen, die Pheromone des Schädling-Weibchens ausströmen. «So riecht es überall nach Weibchen, und das verwirrt die Schmetterling-Männchen», lacht Reynald Parmelin. Diese finden darum nicht zu ihren Paarungsgenossinnen, die Trauben bleiben verschont.

Natürlich resistente Traubensorten anzubauen, ist eine weitere Strategie, welche die Probleme beim Weinbau im wahrsten Sinne an den Wurzeln packt. Deshalb ist unter den 21 Traubensorten auf der Domaine la Capitaine auch der Johanniter zu finden: «Die Häute der Johannitertraube enthalten Bitterstoffe. Wichtig ist die langsame Verarbeitung, dass diese nicht zu stark zum Tragen kommen», so Reynald Parmelin. Für Bio gezüchtet wurde von Agroscope die  äusserst resistente Sorte Divico, eine Kreuzung aus Gamaret und Bronner. Klar, dass auch diese bei Parmelins gehegt und gepflegt wird. Trauben sind sensible Pflanzen. «Wenn es zu trocken ist, kommt der Echte Mehltau, wenn zu nass, der Falsche Mehltau, wenn die Trauben verregnet werden, Botrytis, auch Grauschimmel genannt», erläutert der Experte. Gerade dieses Jahr habe schwierig angefangen, darum hätten leider viele, die letztes Jahr mit der Bio-Umstellung begonnen hätten, wieder zurückgewechselt. «Für mich würde das niemals in Frage kommen», sagt Reynald Parmelin und fügt an: «Die Herausforderungen machen meine Arbeit erst recht noch interessanter.» Bio ist für den Waadtländer längst zur Selbstverständlichkeit geworden. «Die Qualität des Weines hat immer oberste Priorität, dass er biologisch produziert wird, ist ein Extra obendrauf», sagt. So erstaunt es nicht, dass Reynald Parmelins exquisiter Bio-Wein seit zehn Jahren unter der Coop Premiummarke Fine Food angeboten wird.

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Publiziert am 31.08.2016 | Aktualisiert am 13.09.2016
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