«Spiel des Jahres» im Test Die ganze Familie als Zugräuber

«Colt Express» ist voller Wild-West-Klischees - und macht dank überraschenden Wendungen richtig Spass. Genau darum gehört der Titel auch zu den drei Nominierten für das «Spiel des Jahres 2015».

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Tickets für die Fespo gewinnen Holen Sie sich ein bisschen Wärme
2 B&B Air im Test Schweizer Top-Kopfhörer mit Schönheitsfehler
3 «Halo Wars 2» angespielt Strategie und Action perfekt abgemischt

Life

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
33 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

Am Montag wird der prestigeträchtige Titel «Spiel des Jahres» verliehen. Wie immer wurden vorab drei Brettspiele aus der gigantischen Auswahl der letzten Monate ausgewählt. Zu den drei Nominierten gehört auch «Colt Express». 

«Colt Express» von Christophe Raimbault und Jordi Valbuena (Asmodee)
ab 10 Jahren, 2 bis 6 Spieler
Spieldauer 40 Minuten, 39.90 Fr.

Darum gehts: Eine Gruppe von Banditen raubt einen Zug aus. Wer am meisten Beute macht, gewinnt. Jeder steuert seinen Gangster mit Kartenbefehlen. Diese Anweisungen werden zuerst offen oder verdeckt abgelegt. Erst dann werden sie Schritt für Schritt ausgeführt, so kann es zu manch witziger Überraschung kommen. Da schnappt man sich eine Beute und verliert sie im nächsten Zug wieder und landet erst noch im falschen Wagen.

Das macht Spass: Der Kartonzug und die Ausstattung sind liebevoll gemacht und versetzen einen atmosphärisch sofort in den Wilden Westen. Spannend ist jeweils auch, ob die geplanten Züge mehr oder weniger so aufgehen, wie man sich das gedacht hat. Oder ob wieder mal ein witziges Chaos entsteht. Aus dem Bauch heraus spielen, ist genauso erfolgversprechend wie taktische Überlegungen.

Das nervt: In kleiner Besetzung zu zweit oder zu dritt ist «Cold Express» deutlich schwächer als im grösseren Kreis. Strategen werden zudem hassen, dass die ganze Planung immer wieder im Chaos versinkt.

Das sagt die Jury: «Diese Mischung aus Planung und Chaos hat Charme und viel Witz. Lok und Waggons als dreidimensionaler Spielplan machen ‹Colt Express› zudem zu einem echten Hingucker.»

Die Chancen auf den Titel: Schönes Design, Spass für die ganze Familie, ein guter Spielmechanismus - ideale Voraussetzungen für ein «Spiel des Jahres». Aber es gibt halt Schiessereien und Faustkämpfe, das dürfte nicht allen gefallen.

Publiziert am 02.07.2015 | Aktualisiert am 06.07.2015
teilen
teilen
33 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

1 Kommentare
  • Martin  Weber 02.07.2015
    Mir hat das Spiel nicht gefallen, weil es reiner Zufall ist, wo die Spielfigur landet. Das mag am Anfang zwar lustig sein, aber auf die Dauer nervt es nur. Die Spannung beschränkt sich somit nur darauf, ob man tatsächlich dort landet, wo man wollte. Doch das ist nahezu unmöglich. Kurz: ein doofes Spiel.