Sonntags-Krimi – Neuer Fall Suche in der Schneehölle

Der Fasnachts-Mord ist geklärt! 55,5 Prozent der Leser wollten es so. Auf unsere Reporter wartet eine faustdicke Überraschung! Und eine neue, spannende Story: Zwei Skifahrer sind spurlos verschwunden.

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Nachdem Kommissär Kaltbrunner die Guggenmusiker beruhigt hatte, stürzte er sich selber in die Basler Fasnacht. Am Donnerstagmorgen fällt er todmüde, aber glücklich ins Bett. Kurz vor Mittag wird er bereits wieder geweckt: Sein Assistent Tamine ruft an. «Du musst ins Büro kommen, der Staatsanwalt tobt. Er will, dass du den Fall endlich abschliesst.»

Der Kommissär zieht sich fluchend an und fährt verkatert ins Büro. «Was gibts denn?», fragt er Tamine. «Du hast mir doch letzten Montag gesagt, Anna-Lena habe den Mord am Guggenspieler gestanden.» – «Ja, aber sie hat kein Motiv. Vielleicht will sie bloss ihren Freund Bärni schützen.» Also reist Kaltbrunner nach Sarnen, um Anna-Lena, die Sexgespielin des Ermordeten, zu verhören.

Nach drei Stunden stellt der Kommissär endlich die entscheidende Frage: «Haben Sie Ruedi getötet?» Die junge Frau bricht zusammen und erzählt: «Mein Freund Bärni ging auf mich los, nachdem er mich mit Ruedi beim Sex erwischt hatte. Er attackierte mich mit den Holzschlägern seiner Pauke. Doch die fielen ihm im Suff aus der Hand. Ich schnappte sie mir, rannte zu Ruedi und bat ihn, mir zu helfen. Aber der lachte mich aus und sagte, ich sei eine Hure. Da schlug ich auf ihn ein. Immer wieder.» Freundinnen hätten ihr geholfen, die Leiche in den Car-Anhänger zu hieven.

«So liebe ich die Fasnacht», frotzelt «Aktuell»-Chef Jonas Ha-berer im Konferenzsaal seiner Redaktion. Er hatte das Geständnis in der heutigen Ausgabe vermeldet. «Aber jetzt will ich ein Jahr Ruhe von diesem Gugus. Was gibts Neues, Pescheli?» Haberer blickt erwartungsvoll hinüber zu Nachrichtenchef Peter Renner. «Zwei vermisste Skifahrer in Gstaad.» – «Na und?» – «Irgendwas ist seltsam», sagt Renner, dann hält er inne. Alle starren ihn an. Da er weiter schweigt, mault Haberer: «Pescheli, spürst du wieder mal was im Urin oder lieferst du Fakten?» Renner bleibt stumm. Da haut Haberer auf den Tisch: «Mach es nicht so spannend!» – «Ja, ähm», stottert Renner, «ich weiss nur, dass im Skigebiet Saanenmöser, wo die beiden unterwegs waren, mehrere Lawinen niedergegangen sind. Und dass einer der Vermissten Hotelier und der andere Steuerverwalter ist.» – «Das ist alles? Und dass dahinter eine Riesenstory steckt, spürst du im Urin?» – «Ja.»

Auf Renners Instinkt ist meistens Verlass. Deshalb machen sich die Reporter Sandra und Henry nach der Redaktionskonferenz sogleich auf den Weg in die Berge. Schnell finden sie heraus, dass einer der Vermissten der Besitzer des Hotels Wassern ist: Christian Matti. Der Mann habe stark unter der Frankenkrise gelitten – Gäste aus Deutschland hätten ihre Skiferien abgesagt. Sandra berichtet ihrem Chef von den ersten Erkenntnissen. «Nur, was hat das bloss mit seinem Verschwinden zu tun? Und was ist mit dem zweiten Vermissten, Martin Beck?» – «Vielleicht geht es um Rache: Der Hotelier will dem Staatsangestellten an den Kragen, macht ihn für seine Misere verantwortlich, weil die Nationalbank den Euro fallen liess ...» – «Peter, du spinnst.» – «Da ist etwas faul, das spüre ich.» – «Ja, ja, im Urin», sagt Sandra und beendet das Telefongespräch. Sie ist sauer.

Vier Tage später sind die Männer noch immer verschollen. Sandra und Henry wollen abreisen. Doch Peter Renner befiehlt: «Ihr recherchiert weiter! Das sind Einheimische, verdammt noch mal, die kennen die Berge und ihre Tücken. Die sind nicht einfach von einem Schneebrett mitgerissen worden. Die haben was ausgefressen, garantiert!» Also recherchieren Sandra und Henry weiter. Am Abend finden sie im Gstaader Pub heraus, dass der «Chrigel» kurz vor seinem Verschwinden von einer Felswand erzählt hatte, über die er springen würde, wollte er jemals Selbstmord machen. Die Felswand sei im Turbach hinten, sagen die Gäste.

Am nächsten Tag heuern die Reporter Skilehrerin Erika an, und diese kennt tatsächlich eine Abfahrt von Saanenmöser nach Turbach. Sie sei aber gefährlich. Henry und Sandra wollen die Abfahrt trotzdem wagen. «Na gut», sagt Erika und organisiert Lawinenausrüstung und Tourenskis. Im schweren Tiefschnee kommen Sandra und Henry schnell ins Stocken. Sie müssen über mehrere Lawinenkegel fahren. «Merde», ruft der Fotograf, «das ist die reinste Schneehölle!» Prompt stürzt er. Erika will ihn aufhalten. Sie rutscht erst ein Stückchen mit, dann kann sie sich aber mit ihren Stöcken und Skis im Schnee verankern – kurz vor dem Abgrund. Niemand ist verletzt. Als Erika vorsichtig die Felswand hinunterschaut, macht sie eine gruselige Entdeckung.

Publiziert am 01.03.2015 | Aktualisiert am 01.03.2015
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Sonntags-Krimi

Den Fortsetzung-Krimi des SonntagsBlick schreibt Autor Philipp Probst ( www.philipp-probst.ch). Dabei entscheiden die Leser, wie die Geschichte weitergeht. Lesen Sie die aktuelle Folge und stimmen Sie ab, welches Szenario Sie bevorzugen. Die nächste Folge lesen Sie dann jeweils am folgenden Sonntag im SonntagsBlick und online.

Wie solls weitergehen?»

  • 44,5% In einem Felsspalt ist ein Mensch eingeklemmt.
  • 55,5% Unterhalb der Wand sieht Erika frische Fussspuren im Schnee.

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