Sonntags-Krimi – Folge 3 Aufruhr am Güdismändig

Der «Satans»-Ball in Sarnen endet blutig: 71,2 Prozent unserer Leserinnen und Leser legen den Basler «Rhyschiffern» echte Hellebarden in die Hände und lassen sie damit auf die «Pilatusspöitzer» losgehen. Ein Beschluss mit schlimmen Folgen.

Aktuell auf Blick.ch

Life

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
25 shares
Fehler
Melden

Der «Satans-Ball» in der Sarner Festhalle wird buchstäblich zum Hexenkessel. Als die Basler «Rhyschiffer» mit Hellebarden und Speeren bewaffnet auf die Luzerner «Pilatusspöitzer» losgehen, denken die Besucher an einen Fasnachtsspass. Doch als die ersten Musiker blutend zusammenbrechen, wird allen klar: Hier bahnt sich eine Katastrophe an. Auch «Aktuell»-Reporter Alex ist geschockt, er ruft die Polizei, und die ist erstaunlich schnell vor Ort. Alex vermutet, dass die Ordnungshüter vorgewarnt waren. Auch Sanitäter sind schnell zur Stelle. Die Verletzten werden versorgt, andere festgenommen: darunter viele «Rhyschiffer», die als Ritter verkleidet den Angriff lanciert haben.

Fotograf Henry wird von der Polizei mit den anderen Besuchern aus der Halle beordert. Manche wollen gesehen haben, wie die Basler gezielt auf Bärni, den Pauker der Luzerner «Pilatusspöitzer», losgegangen sind. Vor der Türe trifft Henry auf «Tutti-Frutti»-Hexen, die Gastgeberinnen des «Satan-Balls». Sie stehen um eine brennende Mülltonne, mit der sie ihre Gäste feurig empfangen wollten. Drei weitere Hexen haben sich etwas abgesondert: Eine sitzt auf dem Boden und weint. Henry geht zu den Frauen, er wird erst gar nicht beachtet. «Du bist nicht schuld, Anna-Lena», sagt eine der Frauen. «Doch», schreit diese und weint jämmerlich. «Hätte ich in Schwäbisch Gmünd nicht mit Ruedi rumgemacht, wären mein Freund Bärni und seine Kumpels nicht auf die ‹Pilatusspöitzer› losgegangen, und Ruedi wäre noch am Leben. Ich bin schuld, ich bin schuld!» Die Frau lässt sich von den anderen nicht beruhigen.

Mittlerweile ist es am «Satans-Ball» ruhig geworden. Fazit: zwölf verletzte «Pilatusspöitzer», neun verhaftete «Rhyschiffer». Die Luzerner können das Spital schnell wieder verlassen – ausser Bärni, den hat es knallhart erwischt. Für ihn ist die Fasnacht vorbei. Auch, weil er als Hauptverdächtiger im Mordfall Ruedi gilt.

Kommissar Gasser hat seinen Basler Kollegen Kaltbrunner extra nach Sarnen berufen, weil dieser die festgenommenen «Rhyschiffer» kennt. Sie versuchen herauszufinden, wer genau am Ball zugeschlagen hat. Kaltbunner nimmt Trompeter Felix ins Visier, den besten Kumpel des toten Ruedi – und Tambour Jeff, der in Basel als Schläger aktenkundig ist. Die anderen sieben Musiker lassen sie laufen.

Der Schmutzige Donnerstag bricht an. Der Urknall, die Ankunft  der Luzerner Fritschifamilie – alles läuft wie jedes Jahr. Auch die «Pilatusspöitzer» sind mit dabei. Sie stehen noch immer unter der Beobachtung des Luzerner Kommissars Fröhlicher und seinen Leuten. Das bemerken auch die Reporter Alex und Henry. Trotzdem mischen sie sich unter die Guggenmusiker und konfrontieren diese mit Aussagen von Anna-Lena, Ruedi sei von Bärni und dessen Kumpanen getötet worden. Die Fasnächtler reagieren verärgert und jagen die Reporter fluchend davon. «Langsam stinkt mir die Sache gewaltig», sagt Alex. Er will abbrechen, doch Nachrichtenchef Renner gibt die Order: weitermachen!

Am Güdismändig findet in Luzern der Fasnachtsumzug statt, er wird wie gewohnt live im Fernsehen übertragen. Als die «Pilatusspöitzer» spielend vor den Kameras aufmarschieren, zünden Zuschauer Rauchpetarden. Von den Fasnächtlern ist im Fernsehen nichts mehr zu sehen. Die «Pilatusspöitzer» gehen tapfer weiter. Kaum hat sich der Rauch verzogen, halten zwei «Ritter» ein Transparent mit mehreren Totenkreuzen in die Kameras. Darauf steht: «Bärni, gib dä Mord jetzt ändligg zue, sunsch git s e Dootetanz und nie meh Rueh!» Kommissar Fröhlicher ruft sofort Kaltbrunner an. Für diesen ist klar: «Das sind die ‹Rhyschiffer›. Und in Basel gibt es tatsächlich einen Ort, der Totentanz heisst. Bring die Luzerner in Sicherheit! Sofort!»

Publiziert am 15.02.2015 | Aktualisiert am 15.02.2015
teilen
teilen
25 shares
Fehler
Melden
  play

 

Sonntags-Krimi

Den Fortsetzung-Krimi des SonntagsBlick schreibt Autor Philipp Probst ( www.philipp-probst.ch). Dabei entscheiden die Leser, wie die Geschichte weitergeht. Lesen Sie die aktuelle Folge und stimmen Sie ab, welches Szenario Sie bevorzugen. Die nächste Folge lesen Sie dann jeweils am folgenden Sonntag im SonntagsBlick und online.

Was bisher geschah

Teil I und II: Nach Alkoholexzessen kommt es am internationalen Guggentreffen in Schwäbisch Gmünd zum Drama: Schweizer Fasnächtler geraten aneinander, und der Basler «Rhyschiffer» Ruedi wird ermordet, nachdem er Sex mit einer Guggen-Frau aus Obwalden hatte. Die «Rhyschiffer» verdächtigen den Freund der Untreuen: Bärni, den Luzerner «Pilatusspöitzer». Doch die Ermittlungen der Polizei laufen ins Leere. «Aktuell»-Reporter finden zu Hause heraus, dass die Basler sich am «Satans-Ball» in Sarnen an den Luzernern rächen wollen.

Wie soll es weitergehen? Entscheiden Sie jetzt!

Abstimmen

TOP-VIDEOS