Social-Media-Star rechnet ab «Ich profitierte davon, den Leuten etwas vorzumachen»

Essena O’Neill ist 18, blond, hübsch, durchtrainiert. Hundertausende folgten der Australierin auf Instagram und Youtube – bis sie Schluss machte mit den Social Media. Weil sie das Lügen satt hatte.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nintendos neue Konsole 14 Fragen und Antworten zur Switch
2 Die «Rich Kids» sind passé Jetzt protzen die Elite-Escorts!
3 Amazon Alexa erklärt Das kann die neue Super-App von Amazon

Life

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
51 shares
11 Kommentare
Fehler
Melden

Dass Teenager sich stundelang auf Social-Media-Seiten tummeln, ist für viele Eltern ein vertrautes Bild. Auch Essena O’Neill gehörte in die Kategorie «Social-Media-Junkie». Die letzten beiden Jahre hat die 18-Jährige mehr als 50 Stunden pro Woche damit verbracht, auf Tumblr Fragen zu beantworten, täglich auf Instagram Fotos zu posten, Youtube-Videos zu filmen oder Rezepte und Workouts zu veröffentlichen.

Der Aufwand hat sich immerhin gelohnt: 574'000 Menschen folgten der jungen Australierin auf Instagram, 250’00 auf Youtube, bei Snapchat waren es 60'000. Kurz: Sie hatte es zum Social-Media-Star gebracht.

Doch jetzt hat sich Essena von ihrem Ruhm verabschiedet. Viele Accounts hat sie aufgelöst, viel Material gelöscht. Warum? «Die meisten meiner Teenager-Jahre war ich süchtig nach Social Media. Nach sozialer Anerkennung, sozialem Status und nach meinem Aussehen», sagt sie der australischen «Daily Mail». Doch: «Social Media, vor allem so, wie ich sie benutzt habe, sind nicht real.»

Sie habe sich in der richtigen Welt leer und einsam gefühlt und einen Punkt erreicht, an dem sie das Gefühl hatte, bloss noch Inhalt zu produzieren, um Anerkennung zu bekommen. Ausserdem würden die Bilder, die sie veröffentlich hätte, gar nicht die Wahrheit zeigen. «Die sozialen Medien haben mir erlaubt, zu profitieren, indem ich den Leuten etwas vormache», sagt sie. Als Beweis «entzaubert» sie einige der Aufnahmen.

Bei einem Strandbild steht beispielsweise: «Wir sind an diesem Morgen bloss zum Strand gefahren, um Bikinis zu shooten, weil ich von der Firma Geld bekam und mein Aussehen den aktuellen sozialen Standards entspricht. Ich wurde geboren und habe in der genetischen Lotterie gewonnen.»

Bei einem Selfie heisst es jetzt: «Wurde für die Produktion eines Bräunungsprodukts bezahlt. Ich habe für das Foto bloss Trainingsklamotten getragen.»

Essena warnt auch in einem Video, in dem sie als ganz natürliche junge Frau zu sehen ist, vor der falschen Realität der Social Media.

Sie möchte andere junge Leute aufrütteln und ihnen Mut machen, das richtige Leben zu leben. Ihr Motto: «Let’s be game changers». Zu Deutsch: Lasst uns die sein, die das Spiel verändern. (gsc)

Publiziert am 03.11.2015 | Aktualisiert am 03.11.2015
teilen
teilen
51 shares
11 Kommentare
Fehler
Melden
  play
Fanatisch: Auf der Jagd nach dem perfekten Strandfoto liess sich Essena manchmal bis zu 100 Mal fotografieren. Essena O’Neill / Instagram

TOP-VIDEOS

11 Kommentare
  • Pascal  Rohr aus Menziken
    04.11.2015
    und dennoch postet sie munter weiter...von wegen aufhören ^^
  • Romeo  Giampa , via Facebook 04.11.2015
    Hut ab vor diesem Menschen. So jung und schon so weit im Kopf. Super, dass auch solche Menschen gibt.
  • R.  Himmelberger 04.11.2015
    Die Tusse soll noch mehr Bullimiewerbung machen, super Blick!
    Einfach nur noch armselig was das Internet aus den Menschen gemacht hat.
    Ungefähr dasselbe wenn ich 10Jahre bei ner Geldwäschebank arbeite und dann "Damit" nach zehn Jahren, nachdem ich selber genug abgezügelt hab, damit an die Medien gehe, und dann den Arbeitgeber verunglimpfe....
  • Ivan  Huber aus Hombrechtikon
    04.11.2015
    Ist ja schon witzig bei Blick. Werbung und FIlmvorschau funktionieren immer. Wenn dann das Video anfangen sollte bleibt alles stehen. Meistens so
  • John  Biker aus Freiamt
    04.11.2015
    Mit 18 ist es bei den meisten das sie erkennen wie falsch sie gelebt haben. Plötzlich sind nicht mehr Klamotten und Körper wichtig sondern Arbeit, Wohnung und genug Geld um die Rechnungen zu bezahlen. Und nicht zu vergessen die Realen Freunde die einem über schlechte Zeiten helfen. Aber es war auch bei den letzten Generationen so das die moderne verflucht wurde.