Schock-Studie! So fummeln Junge heute Lieber Handy statt Sex

Wieviel ist «viel»? Und wird «viel» nicht sowieso überschätzt? Bei Jugendlichen scheint der Geschlechtsverkehr in der Prioritätenliste nach unten gerutscht zu sein. Der Gewinner ist, behaupten Studien, das Internet.

Worauf würden Sie lieber verzichten: auf Sex oder aufs Internet? Die Antwort ist überraschend. play

Worauf würden Sie lieber verzichten: auf Sex oder aufs Internet? Die Antwort ist überraschend.

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Der menschliche Geschlechtstrieb hat es nicht einfach in unserer Zeit. Dauernd wird er studiert, vermessen und ausgezählt. Und dann erfahren wir, wie viel «normal» ist. Und wissen zugleich, ob wir mithalten können. Oder nicht.

Eine neue Untersuchung der Universität von Toronto in Kanada, zitiert in der «Aargauer Zeitung», liefert hier ein wenig Entkrampfung. Also: Klar ist, dass Sex zufrieden macht. Nicht erstaunlich. Aber: Sex macht nicht umso zufriedener, je öfter man es tut. Das ist nicht selbstverständlich.

Wie lautet das Klischee für eine traurige Zweierkiste? Verkehr gibts pünktlich jeden Samstagabend – mehr nicht. Doch nach der Befragung von 30'000 Frauen und Männern stellten die kanadischen Forscher fest: Dieser biedere Rhythmus macht nicht traurig, sondern im Gegenteil ziemlich zufrieden.

«Wichtig sind realistische Erwartungen ans Sexleben», sagt Studienleiterin Amy Muise. Mehr ist besser – das gelte bei Sex bis nur einmal pro Woche. «Öfter Sex zu haben, ist nicht mit grösserem Wohlbefinden verbunden.» Das dürfte manche entlasten.

Ohnehin wird der gute alte Sex offenbar gehörig überschätzt. So stellte gemäss AZ das deutsche Umfrage-Institut Forsa kürzlich fest, dass ausgerechnet die von Hormonen durchgeschüttelten Teenager lieber ihr Handy befummeln als ihre Partner. Auf die Frage, worauf sie eine Woche nicht verzichten könnten, entschieden sich gut 60 Prozent der 14- bis 19-Jährigen fürs Handy und nicht für den Sex.

Bei einer ähnlich gelagerten Umfrage aus den USA bekannten zwei Drittel der Männer, sie würden lieber eine Woche lang keusch bleiben, als aufs Internet zu verzichten. Gut, vielleicht ist das nicht ganz ehrlich. Denn nirgends wurde vorgeschrieben, dass man dann auch darauf verzichten müsse, über Sex zu chatten. Doch das, so meldet eine dritte Studie, diesmal von der Harvard-Universität in Cambridge (USA), rege im Hirn die Belohnungsstrukturen oft sogar noch stärker an als der Sex selbst.

Kurz: Sexting, das Verschicken von Sexbotschaften, ist geil. Das wissen die Jungen offenbar besser als die Meinungsforscher.

Publiziert am 23.11.2015 | Aktualisiert am 23.11.2015
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20 Kommentare
  • Dieter  Neth aus Trimbach
    23.11.2015
    Die Dinger sind halt noch neu.In den Siebzigern, als das Farbfernsehen aufkam, hatte das Sexleben bestimmt auch gelitten.Oder auch nicht. Nirgends wird soviel gelogen wie bei der Frage "Wie oft?" Heute, wo es nichts Besonderes mehr ist, sind die Jungen vielleicht nur ehrlich, wenn sie sagen "Nie".Um unseren Bestand aufrecht zu erhalten reicht eigentlich ein heisser Monat alle paar Jahre vollauf.Das hat mit Religion nichts zu tun sondern mit Biologie.Es gibt auch noch Anderes das Spass macht!
  • Thomas  Degen 23.11.2015
    Und demnächst erscheint wieder eine Studie, die belegt, dass unsere Kinder und Jugendlichen gestresst und überfordert sind. Begreiflich, wenn man noch die blöde Schule oder Ausbildung zwischen die Handy-Kommunikation quetschen muss. Die Krankenkassen können demnächst eine neue Position in die Grundversicherung aufnehmen: Daumenarthrose. Wie soll sich die Menschheit überhaupt noch fortpflanzen, wenn doch zwischen den Tweeds nur noch Sekunden bleiben. Das reicht nicht mal mehr für ein Quicky.
  • Andreas  Zürcher Unterland 23.11.2015
    Ich habe mich oft gefragt was meine Eltern früher in ihrer Freizeit machten. So ohne Handy , Laptop , PC etc. Habe keine Ahnung und auch meine 24 Geschwister konnten mir keine Antwort geben!

    Andreas aus Zürich
  • Jean-Pierre  Wüthrich , via Facebook 23.11.2015
    Wenn ich Abends vor dem TV etwas zu viel am Natel bin und ausschaue halte nach diversen Sachen, so fragt meine Freundin, was ich da mache, etc.
    Das kann ich sehr gut glauben, dass das so ist.
    Schade.
  • K.  Baumann 23.11.2015
    Wenn ich im Zug die Leute sehe, wie sie nichts anderes machen, als auf diesen debilen Geräten herumzuspielen, frage ich mich schon, ob es nichts wichtigeres mehr im Leben gibt, als das Handy
    • Helmut  Bering aus Winterthur
      23.11.2015
      Das Handy oder Tablet ist ein Medium genau wie eine Zeitung oder eine Zeitschrift. Wenn ich allein im Zug sitze und zu einem Termin fahre, dann darf ich hoffentlich auf dem Handy Medien konsumieren, Mails bearbeiten oder Notizen studieren - allenfalls sogar mit Ihrer gnädigen Einwilligung? Herzlichen Dank!
    • Andreas  Eberli 23.11.2015
      Nichts für ungut, aber früher wurde auf dem Gameboy gezockt und heute halt auf dem Smartphone. Viel schlimmer finde ich die Leute, die alle 5min etwas über Whatsapp oder Facebook mitteilen müssen, oder gleich ihren ganzen Lebenslauf in möglichst lauter Sprache über Telefon dem ganzen Zugwagen mitteilen...