Scheichmatt Grossmufti verbietet Schachspiel

Ein arabischer Scheich verbietet das beliebte Brettspiel. Es sei mindestens so schlimm wie Alkohol oder Glückspiel, lautet seine Begründung.

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Er ist der höchste Rechtsgelehrte Saudi Arabiens – und ein richtiger Spielverderber. Dies bewies Grossmufti Scheich Abd al Aziz Al Sheik (72) einmal mehr, als er diese Woche per Fatwa das Schachspiel verbieten liess. Das strategische Brettspiel sei «eine Verschwendung von Geld und Zeit» und dem Glücksspiel gleichzusetzen. Die saudische Schachgesellschaft ist schockiert. Musa Bin Thaily, Präsident des saudischen Schachvereins gibts sich kämpferisch und verkündet auf Twitter, dass man weiterhin Turniere organisieren wolle.  

Auch im Iran war 1979 nach der islamischen Revolution das Schachspiel verboten worden aber 1988 liess das damalige Staatsoperhaupt Ayatollah Ruhollah Khomeini (1902 - 1989) das Spiel wieder zu, sofern man es nicht als Mittel zum Glücksspiel (in dem man etwa auf einzelne Spieler wettet) nutze.  

Doch der saudische Grossmufti lässt sich nicht beirren und ist festentschlossen, das Schachspiel auszumerzen. Dies tat er im Jahr 2000 bereits erfolgreich mit der Barbiepuppe und auch mit den unter Kindern sehr beliebten Pokémonspielkarten. Ausserdem empfahl er unlängst allen Muslimen weltweit, sich nicht an Aprilscherzen zu beteiligen – Muslime sollten nicht aus Spass lügen, demnach seien Aprilscherze Sünde.

Publiziert am 22.01.2016 | Aktualisiert am 06.10.2016
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