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Die Schuhe werden ausgezogen, aus der Küche dampft es, sie verströmt einen köstlichen Geruch. Flink deckt die Mitarbeiterin den Tisch – am Boden, versteht sich. Hier wird eines der typischen Gerichte Südkoreas serviert. Geumsang (Gingseng-Hühnersuppe), Kimchi (in Salz eingelegter, gegärter Chinakohl) sowie Bibimpap in allen Variationen (Reis mit Gemüse und Fleisch).
Mit rund 10 Millionen Einwohnern ist Seoul nicht nur Hauptstadt, sondern auch wirtschaftliches, kulturelles und politisches Zentrum. Und ein Shoppingparadies. Neben traditionellen Märkten bietet sie Luxus-Einkaufsmeilen und westliche Modeketten. Doch auch die kulturellen Spuren sind sichtbar: alte Paläste, die Stadttore Dongdaemun und Namdaemun.
Wer dem Trubel der Stadt entfliehen möchte, kann eine Übernachtung in einem Tempel buchen. Hier passt man sich der einfachen Lebensweise der Mönche an, isst vegetarisch, meditiert und schläft auf einfachen Fussmatten.
Eine Weiterreise nach Panmunjon, in die entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea, bietet sich an. Seit dem Waffenstillstand – und gerade jetzt nach dem Tod Kim Jong Ils – wird das Grenzgebiet von den Truppen beider Länder streng beobachtet.
Wer etwas von der Landschaft Südkoreas sehen will, sollte mit dem Hochgeschwindigkeitszug KTX (Korea Train Express) Richtung Süden fahren. Der Zug fährt mit über 300 Stundenkilometern in die Stadt Gyeongju, welche zum Unesco-Weltkulturerbe gehört.
Noch weiter im Süden erreicht man die Stadt Busan, die bekannt ist für ihren riesigen Fischmarkt. Wer jetzt so richtig Appetit bekommen hat, sollte eines der zahlreichen Fischrestaurants besuchen. Nicht zu vergessen, dass man etwas abseits gar ein erfrischendes Bad im Meer wagen kann.
Zu Unrecht leidet Südkorea unter dem schlechten Ruf Nordkoreas, wo mit strenger diktatorischer Gewalt regiert wird. In Südkorea trifft man nicht nur auf stets höfliche Menschen. Man staunt über Naturschönheiten, buddhistische Herrlichkeit, den Puls einer Millionenstadt oder hinreissende Traditionen.