Unterwegs in Sils-Maria 5 Sterne ganz ohne Starallüren

Wie ein Ozeandampfer thront das Waldhaus über dem Dorf Sils-Maria. Zum Besuch gehört ein Dinner beim Kapitän der Küche.

Rundumsicht Das Waldhaus erlaubt den Blick in alle Himmelsrichtungen. play

Rundumsicht Das Waldhaus erlaubt den Blick in alle Himmelsrichtungen.

Gian Giovanoli

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Wer im Waldhaus Sils eincheckt, bucht nicht bloss ein Zimmer. Das Grand Hotel bietet viel Raum – so viel, dass es selbst bei voll besetztem Haus mehr Plätze als Gäste hat. Sei es in der Halle, Bar, im Salon und sogar im Treppenhaus – überall laden Sofas zum Verweilen ein. In den imposanten Räumlichkeiten sind auch auswärtige Gäste willkommen. Das 5-Sterne-Haus am anderen Ende des Silvaplanersees bietet das Gegenprogramm zum Bling-Bling in St. Moritz – nach Shops hält man in der Halle vom Waldhaus vergeblich Ausschau.

 

Auf den ersten Blick scheint es, als ob das altehrwürdige Haus seit dem Bau vor über 100 Jahren in einen Dornröschenschlaf gefallen sei. Der Charme vergangener Zeiten drosselt das Tempo. Verschlafen ist das Waldhaus deshalb nicht. So zelebriert man jeden Montag den «Chef’s Table» in der Hotel-Küche. Gerade mal zwölf Gäste kommen an der langen Tafel in den Genuss einer authentischen Küche. Eine Tradition, die man im Grand Hotel seit acht Jahren pflegt und derzeit boomt – so ist etwa die Doku-Serie «Chef’s Table» auf Netflix ein Riesen­erfolg.

Zwar waltet in der Waldhaus-Küche kein Sternekoch, dafür einer, der sich mit viel Herz engagiert. Kurt Röösli (50) kocht hier seit 25 Jahren. Er bezieht viele Produkte aus der Region, ob Bergkartoffeln aus Filisur, Saibling aus dem Silsersee oder Murmeli-Ragout vom Jäger. Die Hotelgäste können die Produzenten vor Ort besuchen. Etwa bei einem Brunch bei Bergbauer Marco Giovanoli im Bergell. Dort kann man sich dann persönlich überzeugen, wie liebevoll Kälber und Gitzi grossgezogen werden.

Publiziert am 23.12.2015 | Aktualisiert am 23.12.2015
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