Unterwegs in Istanbul Die blaue Stunde am Bosporus

Istanbul vereint Architektur, Kunst und Essen aus zwei Kontinenten – ein Brückenschlag zwischen Byzanz, Osmanischem Reich und Moderne.

Galatabrücke Oben Autos, Trams und Fischer, unten ­unzählige Restaurants, die mit köstlichen Speisen locken. play

Galatabrücke Oben Autos, Trams und Fischer, unten ­unzählige Restaurants, die mit köstlichen Speisen locken.

Keystone

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Möwen ziehen kreischend über den Bosporus, während das Taxi über die Brücke rauscht, die den gleichen Namen trägt wie der Turm, der majestätisch über dem Stadtteil Karaköy thront. Die Genueser haben den Galata-Turm im 14. Jahrhundert errichtet.

Das Hafenviertel am Goldenen Horn galt früher nicht als sicherste Ecke Istanbuls, doch im «cool­est new hotspot» («Guardian») wird man im Ada Karaköy herzlich empfangen und in den 6. Stock gefahren. Die Aussicht vom Frühstücksraum beeindruckt: Über dem Wasser erhebt sich die Sil­houette des Topkapi-Palastes, der Sultanahmet-Moschee sowie der Hagia Sophia.

Mit dem Tünel, der ältesten Standseilbahn Europas (1875), fahre ich in den eleganten Stadtteil Beyoglü. Dort überlasse ich die Fahrt zum Taksim-Platz im historischen Tram anderen und schlendere die Istiklal Caddesi entlang. Viele bekannte Mode-Ketten, aber auch Marroni-Stände und rote Wägelchen, aus denen Händler Simit (mit Leinsamen bestreutes Hefeteiggebäck) verkaufen, säumen die Einkaufsstrasse.

Von den Minaretten rufen Muezzine zeitlich verschoben zum letzten Gebet des Tages. Auf dem Bosporus herrscht noch reger Fährverkehr, und am Ufer versuchen Fischer ihr Glück.

Ding, ding, ding – das Klirren der Löffelchen in den Chai-Gläsern grüsst zum neuen Tag. Vom Bahnhof Sirkeci fährt man in vier Minuten unter dem Bosporus hindurch nach Asien. Und blickt von dort bei einem Chai auf Europa hinüber.

Gut zu Wissen

Hinkommen
Turkish Airlines ab Zürich, ab 200 Fr.

Übernachten
Boutiqehotel Ada Karaköy, DZ ab 130 Fr., adakarakoyhotel.com

Essen mit Aussicht
Von der Terrasse des Seven Hills hat man einen Rundumblick auf ­Blaue Moschee, Hagia Sophia, und Bosporus. sevenhillshotel.com

Kultur
Noch bis zum 1.11. findet die Biennale «Saltwater» statt, 14b.iksv.org, sowie saltonline.org

Hamam
Wenns kühler wird, ist der Besuch ­eines türkischen Bades perfekt; z.B. im Galatasaray, wo sich früher Studenten wuschen, www.galatasaray­hamami.com

Literatur
Orhan Pamuk, ­Istanbul, Erinnerung an eine Stadt.

 

Publiziert am 04.01.2016 | Aktualisiert am 04.01.2016
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3 Kommentare
  • Timo  Glauser 04.01.2016
    Wer reist denn heut dort noch hin, ein Land, kurz vor dem Bürgerkrieg? Erst wenn dieser Personenkult rund um den gegenwärtigen Despoten wieder verschwunden sein wird, dürfte die Türkei als ernsthaften Partner in allen Belangen wieder interessant werden.
    • süleyman  kovanci 05.01.2016
      Wo steht bitte die türkei kurz vor dem bürgerkrie ,bitte erklaeren! Desweiteren sollten sie als demokrat nehme ich mal an ,den votum des türkischen volkes repektieren,der den von ihen als despot betittelt wird mit 52 Prozent zum staatschef gewaehlt worden ist !
  • steff  walther 04.01.2016
    Die blaue Stunde am Bosporus - kann mir bitte jemade den Unterschied von Tittel zu Bericht erklären? Denn die blaue Stunde hat nichts mit dem was im Bericht steht zu tun!