Unterwegs in Albanien Gastfreundschaft mit Aal, Börek und Raki

Sonnen unterm Farndach statt unterm krummen Mini-Sonnenschirm: Albaniens Südküste ist was für entspannte Abenteurer.

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Wild Die albanische Südküste präsentiert sich noch unverbaut.

Gabi Schwegler

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Ihr wollt hier am Strand übernachten?», fragt der Barbetreiber in der einsamen Grammata-Bucht, 30 Boots­minuten von Dhermi entfernt. «Nehmt doch ein Zelt von uns, es ist schon auf­gestellt.» Kurz darauf bringt er bis an den Rand mit Raki gefüllte Gläser, ­offeriert.

Es ist Abend an der albanischen Südküste. Im Land, in dem der Garagist wütend wurde, als wir ihn fürs Aufpumpen der Autoreifen bezahlen wollten. In der Heimat der 77-jährigen Hausvermieterin, die uns mit Aal und Börek verwöhnte und jeden Tag frische Früchte aus ihrem Garten brachte.

Die unglaubliche Gastfreundschaft der 2,8 Millionen Albaner ist aber nur ein Grund, möglichst bald ins kleine Land zwischen Montenegro und Griechenland zu reisen. Die «New York Times» setzte die albanische Südküste letztes Jahr auf den vierten Platz der 52 Orte, die man unbedingt besuchen muss: «Das ist Europa, als es noch unverbraucht und günstig war.»

Weit weg ist der Rimini-Strand-Gräuel mit Massen von krummen Mini-Sonnenschirmen. Stattdessen liegt man unter selbst gezimmerten Holzunterständen, gedeckt mit getrocknetem Farn, der in ein Gitter aus Armierungseisen geflochten wurde. Vor sich das türkisblaue ionische Meer.

Wie jedes Geheimnis ist das der Feriendestination Albanien nicht mehr so gut gehütet. Manche Küsten­orte sind kilometerlange Bausünden. Also kein Hotel in Ksamil, Saranda, Himara, Dhermi oder Vlore buchen, sondern in der Beiz eines Küstendörfchens nach einer Unterkunft fragen. Es funktioniert! Oder noch besser: den Schlafsack unter den Arm klemmen und zur nächsten einsamen Bucht wandern.

Publiziert am 11.10.2015 | Aktualisiert am 11.10.2015

Gut zu wissen

Anreise: Flug nach Korfu (von Zürich mit Swiss, ab 350 Fr.), dann mit der Fähre (30 Minuten) nach Saranda. Per Direktflug (ab Zürich mit Edelweiss, ab 300 Fr.) oder mit dem Bus (Rinori Travel, 100 Fr., 24 Std.) nach Pristina, von dort ­einen Roadtrip machen.

Transport: Mit dem Mietwagen ist es entspannt, mit den albanischen ­Minibussen (Furgones) abenteuerlich.

Tipp: Wandern in den ­albanischen Alpen bei Theth und Valbona.

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1 Kommentare
  • Adrian  Schweizer 12.10.2015
    Ist doch schön dort. Weshalb die Albaner hier in der Schweiz nicht zurück in ihre Heimat wollen, verstehe ich nicht!!