Asien Traumziel der grössten Reisemesse

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Roland Grüter
Vietnam gehört an der Berliner Fachmesse ITB zu den grossen Trenddestinationen 2010.- Keystone

In Berlin trifft sich buchstäblich die Welt: Gestern wurde in der deutschen Metropole die weltgrösste Reisemesse ITB eröffnet. Asien ist dabei gross im Trend.

Bis 14. März präsentieren sich bei der ITB 11 000 Aussteller aus 187 Ländern. Erwartet werden 170 000 Besucher – darunter viele Schweizer Reiseprofis, die nach neuen Trend-Destinationen spähen. Und uns damit verführen wollen.
Gemäss dem Schweizer ITB-Chef David Ruetz geht die Trendreise klar Richtung Asien, vor allem nach Vietnam, Kambodscha, Thailand.

In diesen Ländern wird das Luxusfach vorsorglich schon mal ausgebaut (u.a. von der Centara Group, einem Leader in Asiens Luxushotellerie). Parallel dazu legt in Asien auch das Billig-Segment zu. Denn asiatische Länder werden zusehends von sogenannten «Flashpackern» entdeckt: von Menschen, die in Jugendjahren mit Rucksack durch ein Land reisten und Jahre später zurückkehren, samt ihrer Familie. Aus Budgetgründen logieren sie aber nicht in 5-Sterne-Hotels, sondern in Hostels und Günstig-Herbergen.

Generell gilt: Reisen heisst auch sparen. Der schlappe Dollarkurs und die Rabatte der Veranstalter sollen uns 2010 anhalten, die Koffer zu packen (siehe Kasten). Und tatsächlich: Gemäss einer Kuoni-Umfrage wollen heuer 95 Prozent der Schweizer Ferien machen. Trotz Krise.

Ein weiterer Trend, der in Berlin auszumachen ist: die arabische Welt.
In den Emiraten etwa sind die Preise der Superluxus-Logen regelrecht geschrumpft. Mitunter kostet eine Nacht noch 300 statt 1000 Franken. «Das leisten sich selbst Urlauber mit beschränktem Budget», sagt ITB-Chef Ruetz.

Über die letzte Trendmeldung freut sich Apple & Co. Denn Handys sollen schon bald zum Reisebüro werden – und uns Angebote und Infos direkt in die Hand spielen. In Japan werden bereits 25 Prozent der Online-Buchungen über Mobiltelefone vorgenommen. «Das wird auch bei uns Zukunft sein», so Ruetz.

Hier ziehts die Schweizer hin

Kuoni, Tui und M-Travel Switzerland verzeichnen 2010 leicht wachsende Buchungsquoten, entsprechend zuversichtlich sehen sie in die Zukunft. Besonders gefragt sind Dollar-Destinationen wie die USA und Kanada und Badeferien in der Türkei, Griechenland, Zypern, Tunesien und Ägypten. Oft werden All-Inclusive-Ferien gewählt – weil sich so die Kosten im Vorfeld klar abschätzen lassen. Schottland und Irland profitieren ebenfalls von schlankeren Preisen. Generell gilt: Die Preise liegen für den nahen Sommer bis 20 Prozent unter den Vergleichswerten des Vorjahres, vor allem bei Städte- und Badereisen.

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