Ausflugs-Tipp fürs Tessin Bei den Bildhauern im Lavizzaratal

Hier bleiben zarteste Körper felsenfest und weiss. An der Bildhauerschule in Peccia wird mit dem Marmor des örtlichen Steinbruchs gearbeitet. Dabei kommt die erstaunliche Zartheit des Steins heraus.

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Steinmetz-Kurse in der Bildhauerschule von Peccia am Pizzo Cristallina besuchen

An der wohl kurvenreichsten Strasse des Tessins wird gehämmert, gebosselt, gemeisselt und gebohrt. Unter fachgerechter Anleitung kann dort der Laie die ersten Schläge erlernen und sich in den weissen Stein hineindenken. Die Bildhauerschule von Peccia hat für jedermann und jede Frau den passenden Kurs. Weiter hinten im Tal findet sich der originäre Steinbruch des weissen Marmors, über den stolz der Pizzo Cristallina wacht.

Speckstein-Kunst im Maggiatal in Bignasco entdecken

Wir befinden uns im mittleren Teil des Lavizzaratals, das neben dem hellen Stein auch auf eine Tradition des grünen Steins zurückblickt: des Specksteins. Erreicht werden kann es mit dem Postauto oder dem Privatmobil. Im hintersten Maggiatal in Bignasco geht der Weg geradeaus, anstatt links ins Bavonatal abzuzweigen. Einige Serpentinen und eine erste Hochebene führen zum «Steinbildhauerdorf». Und tatsächlich: Überall stehen versteinerte Figuren Wache oder spriessen fossile Blumen aus dem Asphalt.

Mario Botta Kirche auf der Hochebene von Mogno als Lawinen-Memoria

Wer sehen möchte, wie aus diesem seltenen Marmormaterial eine neue Kirche gefertigt wurde, muss erneut Serpentinen nehmen, um auf die Hochebene von Mogno zu gelangen. Dort steht die vom Meister Mario Botta gezeichnete und mit viel Elan gebaute schwarz-weisse Kirche, welche an einen desaströsen Lawinenniedergang erinnert. Bei dem wurde die alte Dorfkirche buchstäblich zerquetscht. Der neue Sakralbau war von mindestens so viel Skepsis wie Enthusiasmus begleitet gewesen.

Publiziert am 14.09.2016 | Aktualisiert am 15.09.2016
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