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Bei den Schweizern beliebt: Kreuzfahrten mit «All Inclusive»-Angeboten. (AP)
Die Reisebranche zeigt sich optimistisch – in den ersten beiden Monaten 2010 haben die Buchungen leicht zugenommen, bei Tui rund 5 Prozent für die Sommersaison. Die Veranstalter schauen entsprechend gelassen in die Zukunft, rechnen im laufenden Jahr gar mit stärkeren Zuwachsraten (etwa Kuoni). Die Reise-Favoriten der Schweizer im Überblick:
Dollar-Destinationen
Reisen in die USA sind bis 30 Prozent günstiger. Der tiefe Dollarkurs, die Olympischen Spiele in Vancouver und natürlich auch der Obama-Effekt haben Amerika und Kanada für Schweizerinnen und Schweizer wieder zu Traumdestinationen gemacht. Sowohl Städtetrips (New York, New York!) als auch Fahrten durch Naturparks sind gefragt – etwa bei M-Travel Switzerland, zu der u.a. Hotelplan gehört. Ein Sommer-Renner: Familienferien im Motorhome.
«All Inclusive»-Ferien
Nach dem Krisenjahr 2009 hält der Trend zu «All Inclusive»-Ferien an. Schweizer schätzen die Budgetplanungs-Sicherheit – nach den Ferien drohen keine bösen Überraschungen durch hohe Visarechnungen. «Alles inklusive»-Angebote wurden in den letzten Jahren stark ausgebaut und bieten viel fürs Geld, etwa in der Türkei. Zu den Gewinnern dieses Bereiches gehören: «Club Magic Life», «TUI Schöne Ferien Club», «Robinson Club», etc.
Städtetrips
Die günstigen Preise wirken: Städtetrips stehen auf der Hitliste der Schweizer wieder ganz weit oben. Kuoni und Helvetic Tours haben tagesaktuelle Preise eingeführt, das macht spontane Städtetrips attraktiver. Gut zu wissen: Langfristige Preislisten werden 2010 durch Online-Anbindung der Stadthotels ersetzt. Dadurch können wir stets von aktuellsten Preisen profitieren. Über Ostern sind Städte, die schon frühlingshafte Temperaturen haben, beliebt. Dazu zählen Barcelona, Madrid, Sevilla, Lissabon und Rom. Klassiker wie Paris, London oder Berlin verzeichnen ebenfalls eine stärkere Nachfrage – dank günstigeren Wechselkursen. Die Preise liegen diesen Sommer zwischen 5 bis 20 Prozent tiefer als letzten Sommer.
Sport, Abenteuer, Aktivferien
Schweizer wollen in den Ferien nicht «nur» auf dem Liegestuhl rumliegen, sondern etwas erleben, sie suchen die Herausforderung. Beliebt sind deshalb Sportferien oder bei Jungen Fun-Wochen.
Badeferien am Mittelmeer
Ein Hit für Familien! Beliebte Badedestinationen für 2010 sind: Griechenland, Spanien, Tunesien, Türkei, Zypern. Und natürlich Ägypten – das Land gilt längst nicht mehr als reine Winterdestination. Das Rote Meer ist auch im Sommer beliebt.
Fernreisen
Die Reise geht nicht nur Richtung Nordamerika. Auch Asien, Arabien und der Indische Ozean profitieren. Die Eröffnung der Weltausstellung in Shanghai Anfang Mai wird viele Europäer nach China führen. Überhaupt gilt: Nachdem im letzten Jahr etwas weniger weit und weniger lang verreist wurde, gönnt man sich im 2010 etwas mehr.
Kreuzfahrten
Kreuzfahrten boomen weiter – und verfügen übrigens meist auch über «All Inclusive»-Angebote (siehe Trend oben). Im 2010 werden alleine 12 grosse Schiffe vom Stapel laufen und diese Kapazitäten an Kabinen sorgen für attraktive Preis-Leistungsverhältnisse. (z.B. die Allure of the Seas mit Platz für 5400 Passagiere) Nicht nur Mittelmeer- oder Karibikkreuzfahrten sind beliebt, auch Spezial-Reisen, etwa nach Spitzbergen, oder Expeditionsschiffreisen sind sehr gefragt. Und zwar bei jung und alt!
Nachhaltig reisen
Einen weiteren Trend sehen Veranstalter (u.a. Kuoni) im Bereich nachhaltiger Reiseangebote. Viele Schweizer wählen zwar noch nicht bewusst ausgeprägt sozial- oder umweltverträgliche Hotels, entscheiden sich aber, wenn sie zwei zur Auswahl haben, für eines, das sich besonders für die Umwelt engagiert. Bei manchen geht das Bedürfnis nach Nachhaltigkeit sogar weiter: Viele Schweizer wollen in den Ferien etwas Gutes tun – und unterstützen aktiv die Tier- und Naturwelt oder wissenschaftliche Forschungsprojekte, etwa für Pandas in China oder Delfine im Mittelmeer.