Schweizer Winter 15 Gründe, hier zu bleiben ...

Warum immer ins Ausland fliehen? Weil es billiger und genauso schön ist? Von wegen. Wir liefern Ihnen unschlagbare Argumente, warum Winterferien hierzulande noch immer am schönsten sind – 15 Gründe für die Schweizer Bergwelt.

Wir lieben den Schweizer Winter! Wir könnten stundenlang die verschneiten Berge bewundern. play

Wir lieben den Schweizer Winter! Wir könnten stundenlang die verschneiten Berge bewundern.

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1. Weil Länge doch zählt!
An den eidgenössischen Hängen gibt es einige der längsten Skipisten der Alpen. Die Skistrecke von Klein Matterhorn bis nach Zermatt gilt gar als die längste präparierte Piste der Welt. Offizielle Zahlen sprechen von 20 Kilometern, mit ein paar Umwegen sollen es gar 25 sein. Ob es sich hier wirklich um den Weltrekord handelt, ist eine Frage der Definition. Egal: Bei einer Höhendifferenz von 2279 Metern ist die Abfahrt schlichtweg atemberaubend. We love it!

Weitere Monsterabfahrten: Die Parsenn-Abfahrt in Davos (12 Kilometer), von Titlis nach Engelberg (12 Kilometer), die «James Bond»-Strecke vom Schilthorn nach Lauterbrunnen (15 Kilometer).

Nur etwas für Profis: die steilsten Abfahrten der Alpen. play

Nur etwas für Profis: die steilsten Abfahrten der Alpen.

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2. Weil wir uns auch senkrecht vergnügen können!
So richtig fängt der Spass erst an, wenn es mit 100 Prozent Gefälle ins Tal geht. Das ist zwar noch nicht senkrecht, aber dennoch halsbrecherisch. So wie bei der sogenannten «Schweizer Mauer» in Champéry im Skigebiet Portes du Soleil, die zu den steilsten Skipisten der Welt zählt!

Weitere Steilabfahrten
Verbier: Die Abfahrt vom Gipfel des Mont-Fort (3329 m) zum Col des Gentianes im Skigebiet 4 Vallées – steil und krass!
Lenzerheide: Die Silvano-Beltrametti-Piste ist die steilste Weltcup-Damenabfahrt der Welt.
Andermatt: Auf dem 4,3 Kilometer langen Bernhard-Russi- Run können Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h erreicht werden.

3. Weil hier auch halbe Sachen einfach top sind
Im Snowpark in Laax steht die grösste Half Pipe der Welt. Das «halbe Rohr», wie die Übersetzung heisst, ist 6,90 Meter hoch und 200 Meter lang – ein Traum für Snowboarder und Freeskier. Basis der Half Pipe ist eine permanente Erdform, die mit Schnee «verkleidet» wird. Die Snowparks in Laax mit etwa 100 Obstacles zählen zu den besten der Welt.

Weitere XL-Parks in der Schweiz: Im Skigebiet Arosa-Lenzerheide gibt es vier Snowparks mit etwa 75 Obstacles. Der Gran Masta Park in Adelboden hat 38 Hindernisse. Im Funpark in Saas-Fee können sich Freestyler auf rund 32 Obstacles freuen.

4. Weil Schweizer Skigebiete zu den besten gehören
Die Studie «Best Ski Resort» hat in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck 48'000 Schneesportler in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien und der Schweiz befragt. Bewertet wurden das Pistenangebot, die Schneesicherheit, die Qualität der Piste, das Après- Ski-Angebot und das Ambiente. Das Ergebnis: Zermatt ist das beste Skigebiet der Alpen. Und wir haben noch mehr Grund zur Freude. In den Top 10 sind insgesamt 5 Schweizer Skigebiete vertreten: Zermatt, Arosa, Adelboden-Lenk, Saas-Fee und Laax.

5. Weil Schneesport ein Gemeinschaftserlebnis ist
Skifahren und Co. ist ein geselliger Sport – das wird spätestens bei der Après-Ski-Party deutlich. Noch toller finden wir aber die grösste Schneesport- Massenveranstaltung des Alpenraums: den Engadiner Ski-Marathon. Bei dem 42 Kilometer langen Langlaufrennen starten insgesamt 13'000 Athleten aus 50 Ländern. Der Traditionssport erlebt nicht zuletzt durch den Schweizer Langlaufolympiasieger Dario Cologna einen neuen Boom. Wer auch auf den langen Brettern durch die Landschaft gleiten möchte, findet ein breites Angebot. Eine Auswahl: Im Goms VS hat es unschlagbare 85 Kilometer Loipe, im Skigebiet um Gstaad warten 82 Kilometer auf Langläufer. Das Toggenburg wartet mit 84 Loipenkilometern auf.

6. Weil Skiferien in der Schweiz günstiger sind als ihr Ruf
Es lässt sich nicht schönreden: Winterspass ist in der Schweiz meist teurer als im umliegenden Ausland. Darüber beschweren sich nicht nur ausländische Gäste, auch Schweizer klagen über hohe Preise und vor allem stetige Preiserhöhungen. Doch genau dieses Vorurteil stimmt nicht immer zu 100 Prozent: Von 50 untersuchten Schweizer Skigebieten liessen 35 die Preise etwa auf Vorjahresniveau bestehen. Darunter zum Beispiel Leukerbad, Davos-Klosters und Engelberg. Zudem locken grosse Skigebiete mit kostenlosen Zusatzangeboten. Oft gibt es zur Übernachtung Gratis-Skipässe dazu oder Reduktionen bei der Material-Ausleihe. Wer sich auch mit weniger Bahnen und Pistenkilometern zufriedengibt, findet zwischen Alpstein und Genfersee viele kleinere Skigebiete, in denen das Skifahren ebenso glücklich macht, jedoch günstiger ist. Unsere Tipps:

  • Im Skigebiet Obersaxen-Val Lumnezia (120 Pisten-Kilometer) kostet die Tageskarte für Erwachsene 56 Franken.
  • Im Skigebiet Sörenberg mit insgesamt 53 km gibt es die Tageskarte für 50 Franken.
  • Im Skigebiet Scuol Motta Naluns (80 Kilometer) kostet die Tageskarte 55 Franken.
  • Im Skigebiet Hasliberg (60 Kilometer) schlägt die Tageskarte mit 57 Franken zu Buche.
  • Sehr günstig ist das Skigebiet Elm mit 48 Franken. www.myswitzerland.com
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Schlitteln: ein Spass für Gross und Klein.

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7. Weil auch beim Schlitteln der Schweizer Winter die Nase vorn hat
Denn, wir sind Europameister! Die Schlittelpiste vom Faulhorn über die Bussalp nach Grindelwald ist mit einer Länge von 15 Kilometern die längste ihrer Art in den Alpen. Um zum Startort der sogenannten «Big Pintenfritz» zu gelangen, muss man allerdings ab der Bussalp in etwa 2 Stunden zum Startpunkt auf 2680 Metern marschieren. Wir sagen: Der Aufstieg lohnt sich!

Weitere Super-Schlittelpisten: Die Piste von Preda nach Bergün (6 Kilometer) ist die längste beleuchtete Schlittelbahn der Schweiz. Die Schlittelbahn von Melchsee-Frutt bis Stöckalp ist 8 Kilometer, der Schlittelweg auf den Heubergen satte 12 km lang.

8. Weil es tolle Deals für Familien gibt
Gerade Familien müssen oft auf jeden Rappen schauen. Viele kleine und mittelgrosse Skigebiete bieten daher besondere Familienpauschalen an. Für eine vierköpfige Familie gibt es die Tageskarte etwa schon für unter 120 Franken. Teilweise beinhalten die preisgünstigen Angebote sogar ein Mittagessen für die ganze Familie. Schweiz Tourismus gibt online eine Übersicht über die super Familienangebote – einige Preisbeispiele:

  • Amden SG: 88 Franken für eine 5-köpfige Familie.
  • Mörlialp, Giswil OW: 97 Fr. für 2 Erwachsene und 2 Kinder.
  • Boltigen-Jaunpass BE: 75 Fr. für 2 Erwachsene und 2 Kinder.
  • Sarn-Heinzenberg GR: 90 Franken für eine 4-köpfige Familie. www.myswitzerland.com

9. Weil man hier so schön relaxen kann
Zum Winter gehört auch das Relaxen und Wellnessen. Bei eisigen Aussentemperaturen in einem wohligen Bad mit Blick auf die Bergwelt sitzen – traumhaft! Regelmässig heimsen auch Schweizer Wellness-Oasen internationale Preise ein. Das Luxus-Wellness-Resort Bad Ragaz und die Tamina Therme wurden im «Wellness Travel Awards 2015» in der Kategorie «Hot Springs» zu den Siegern ihrer Klasse gewählt. Auch andere Wellness-Resorts und Thermalbäder sind top. Dazu zählen die Thermalbäder in Leukerbad, das Bogn Engiadina in Scuol und das Wellness-Angebot in Lenk.

10. Weil man Spass noch von Hand baut
Heutzutage ist der Schneesport eine Materialschlacht: Schneekanonen, Pistenbullys, Pumpstationen, Seilbahnen. Viel Arbeitsaufwand und Energie sind nötig, um die Berge für den Winter zu präparieren. Als der Wintersport vor 150 Jahren in der Schweiz erfunden wurde (und sich von hier in den Rest der Welt verbreitete), war das freilich nicht so. Damals wurden Ski- und Schlittelpisten noch von Hand vorbereitet. Eines dieser «handgemachten» Winter-Wunder gibt es heute noch. Die 1722 Meter lange Natureisbahn von St. Moritz nach Celerina, auf der zwei Olympische Spiele ausgetragen wurden, ist die letzte ihrer Art. Jährlich wird der Eiskanal aus 5000 m3 Schnee und 4000 m3 Wasser von Hand modelliert und ist damit die grösste Eisskulptur der Welt. Übrigens: Wer will, kann in einem «Taxi-Bob-Run» die Piste runterdonnern. www.olympia-bobrun.ch

11. Weil wir den Schneesport immer wieder neu erfinden
In der Schweiz wurde der Wintersport erfunden. Das verpflichtet! Darum ist es nicht erstaunlich, dass hierzulande manche Schneesport-Neuerung das Licht der Welt erblickt. Die neuste Trendsportart Airboarden, bei der man auf einem aufblasbaren Board kopfüber die Piste runtersaust, wurde in Zug entwickelt. Auch das Snowkiten, bei dem man mit einem Zugdrachen unterwegs ist, wurde in seinen Anfangstagen unter anderem in der Schweiz getestet. Manche andere Erfindungen regen allerdings zum Schmunzeln an: Im Engadin gibt es die erste Yoga-Ski-Piste der Welt. Auf der Paradiso-Piste auf Corviglia kann man an vier Standorte Yoga-Übungen machen und eins werden mit seinem Ich. Da heisst es «Himalaya meets Alpen»! Ooooom!

12. Weil wir auch crazy sind
Im Ausland steht die Schweiz für Tradition, Qualität und Seriosität. Doch wir können auch anders. Wo sonst montiert man einen Schemel auf ein altes Paar Ski und fährt jodelnd die Berge hinunter? Das lustige Gefährt ist ein Skibock und wurde in den 20er-Jahren in Adelboden erfunden. Das Spassgerät hat sich sogar zum Wettkampf-Sport gemausert: am Samstag, 20. Februar, finden am Fronalpstock, Stoos, die 8. Schweizer Bock-Meisterschaften statt. Mitmachen darf jeder, der die Fahrt auf der einbeinigen Kiste beherrscht. Ebenso crazy mutet der Velogemel an: das Schneevelo, das wie ein Velo inklusive Lenker auf Ski aussieht, wurde 1911 in Grindelwald erfunden. Wem dies noch zu brav ist, der kann schon mal für das erste Schisselideckel-Rennen im Skigebiet Nätschen (Andermatt-Sedrun) trainieren (27. Februar 2016). Ja, da geht es auf einem Klodeckel die Piste runter! www.skiarena.ch

13. Weil wir Adrenalin lieben
Das Herz pumpt frischen Sauerstoff durch die Adern, die Sinne sind hellwach, und der Körper mobilisiert Energiereserven: Adrenalin-Rausch – welch ein Gefühl! In der Schweiz gibt es viele Adrenalin-Erlebnisse. Im Tobogganing Park in Leysin VD, der jedes Jahr von Silvio Giobellina, dem Schweizer Olympiamedaillen-Gewinner im Bobfahren, designt wird, gibt es eine Weltneuheit: ein 360°-Looping für Snowtubes. Wem das noch nicht genug ist, der kann in Marbach «Skisprung-Luft» schnuppern. Unter professioneller Anleitung übt man den ersten Skisprung seines Lebens an drei unterschiedlich hohen Sprungschanzen. Ein Gefühl wie in der Arktis bekommen mutige Taucher beim schweizweit einmaligen Eintauchen in Les Mosses VD – Hühner- und sogar auch Gänsehaut garantiert.

14. Weil es in der Schweiz 48 Viertausender gibt
Klar ist: Das Schweizer Alpenpanorama kann spielend mit dem Anblick von Himalaya und Anden mithalten. Um diese Schönheit zu geniessen, muss man jedoch hoch hinaus. Einer der eindrücklichsten Panoramawege, die auch im Winter begehbar sind, befindet sich in der Lötschental-Region. Von hier hat man einen Blick auf 40 Viertausender. Da sagen wir: Wow! In jeder Region gibt es tolle Aussichtswege. Unsere Tipps:

  • Panorama-Wanderungen vom Männlichen zur kleinen Scheidegg (Jungfraugebiet) mit Blick auf Eiger, Mönch, Jungfrau.
  • Der Rigi-Höhenweg im Kanton Luzern mit Blick auf Vierwaldstättersee und Berner Oberland.
  • Der Panoramaweg Chäserrugg im Alpstein mit Blick auf den Alpenkamm. Highlight ist zudem die moderne Architektur des Restaurants Chäserrugg.

15. Weil man mit der S-Bahn zum Skifahren kommt
 
An den Wochenenden fährt die S2 von Zürich HB bis nach Unterterzen am Walensee. Nur noch in den Skilift springen (gegenüber vom Bahnhof) und schon ist man im Skigebiet Flumserberge. Überhaupt ist es von vielen Schweizer Städte nur ein «Katzensprung» bis in den Schnee. Chur hat mit dem Dreibündenstein sogar ein Skigebiet mitten auf dem Stadtgebiet. Und die Luzerner haben den Pilatus direkt vor ihrer Haustüre. Von Bern ist man schnell im Naturpark Gantrisch mit vielen Wintersportmöglichkeiten.

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Publiziert am 01.02.2016 | Aktualisiert am 01.02.2016
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  • George  Hasler 02.02.2016
    Danke Blick, ein super Artikel. Wäre der Franken dort wo er hingehört, nämlich bei ca. 1.50 zum Euro, wären die Schweizer Orte alle günstiger und das obschon die Lohn- und Lebensmittel- Unterhalts- und Baukosten in der CHF doppelt so hoch sind wie bei den Nachbarn. Dies zeigt klar, dass die Profitmarge in den Nachbarländern auch doppelt so hoch ist und die Schweizer Hoteliers zu unrecht als Abzocker verschrien werden. Nirgendswo verdienen Hotels so wenig wie in der Schweiz.