Altes Handwerk Hier wirds so richtig heiss!

Glasblasen ist ein uraltes Handwerk. Erlernen kann man es in der Schweiz nicht mehr. Zuschauen, wie es die Meister des Metiers aber machen, das kann man: in der Glasi Hergiswil.

In der Glasi Hergeswil ist die alte Kunst des Glasblasens noch lebendig. play

In der Glasi Hergeswil ist die alte Kunst des Glasblasens noch lebendig.

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Kein Zweifel: Die Herren, die da unten auf der Bühne neben den riesigen Glasöfen stehen, haben den heissesten Job der Schweiz. Die Glasbläser der Glasi Hergiswil stehen jeden Tag mehrere Stunden lang zwischen den bis zu 1200 Grad heissen Öfen. Aus ihrem Inneren ziehen sie feurig-rote Glasballen heraus, die sie mit Geschick und in hohem Tempo zu Vasen, Schalen oder Christbaumkugel aufblasen und zurechtbiegen.

Glasmachen ist eine uralte Kunst. Vor allem in Südeuropa (zum Beispiel in Italien und in Portugal) ist das Handwerk noch immer weit verbreitet. Auch in der Schweiz konnte man sich einst zum Glasbläser ausbilden lassen. Heute gibt es keine Lehrstelle mehr. Das Kunsthandwerk des Glasbläsers droht in Vergessenheit zu geraten.

Der heisseste Job der Schweiz: ein Glasbläser formt eine Kugel. play

Der heisseste Job der Schweiz: ein Glasbläser formt eine Kugel.

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Dagegen wehrt sich die Glasi Hergiswil mit allen Mitteln. Neben dem Hauptraum, in dem man den Glasbläsern aus sicherer (und kühlerer) Distanz bei ihrer Arbeit zuschauen kann, hat die Glasi auch ein eigenes Museum. Die Ausstellung «Vom Feuer geformt» erzählt die lange Geschichte der Glasbläserei.

Statt im Museum kann man das Element Glas hier an den Ufern des Vierwaldstättersees aber auch auf spielerische Art erleben. Im Glas-Labyrinth zum Beispiel, das der Künstler Heinz Gadient mit insgesamt mehr als zehn Tonnen Glas gebaut hat und das der Komponist Martin Baumgartner mit glasigen Klängen und speziellen Lichteffekten bespielt. Oder im Glasi-Park, wo eine sieben Meter hohe «Chugelibahn» Kinderherzen höher schlagen lässt.

Natürlich kann man in der Glasi auch selbst in die Rolle eines Glasbläsers schlüpfen und am eigenen Leib erfahren, wie viel Pfuus und Geschick hinter der scheinbar so leichten und luftigen Arbeit stecken.

Gut zu wissen

Anreise
Mit dem Zug bis Luzern. Von da mit der Zentralbahn bis zum Bahnhof Hergiswil. Ab da ist die Glasi in drei Minuten zu Fuss zu erreichen.

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag von 09 bis 18 Uhr, Samstag von 09 bis 16 Uhr.

Preis
Museum: Erwachsene (Kinder ab 10 Jahren): 7 Franken. Glas-Labyrinth: Erwachsene (Kinder ab 10 Jahren): 5 Franken.

Infos
www.glasi.ch

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Publiziert am 14.03.2016 | Aktualisiert um 18:04 Uhr
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