Gran Canaria Hinter den Ferienanlagen

Kilometerlange Strände bietet der Süden. Grün und unberührt zeigt sich das wahre Gesicht der Insel.

  • Aktualisiert am 14.01.2012
  • Von Fabienne Notter
Wer den ganzen Tag am Strand liegt und diese Landschaft verpasst, ist selber schuld.- RDB

Vier Stunden Flug und die Sonne scheint. Auf Gran Canaria gibt es keinen Winter. Hier herrschen das ganze Jahr über warme Temperaturen. Die Insel ist vor allem für ihre langen Sandstrände und Badetouristen bekannt. Doch schon wenige Kilometer hinter den Ferienanlagen im Süden beginnt das «andere» Gran Canaria. Da, wo wir hin wollen. Mit einem Mietwagen gehen wir auf Entdeckungstour ins Inselinnere. Mit jedem Kilometer, den wir die kurvenreiche Strasse hinauffahren, wird es grüner. Palmen wiegen sich im Wind, Kiefernwälder wechseln sich mit Hängen voller Farn und Blumen ab.

Die Pflanzenwelt ist einzigartig vielfältig – und am schönsten im Frühjahr. Strahlend weiss leuchten einzelne Häuschen zwischen Felswänden und dem Grün hervor. Im Bergdorf Fataga lassen wir unser Auto stehen und machen eine kleine Wanderung zum Stausee von Arteara. Wer sich lieber tragen lässt, kann die acht Kilometer lange Route auch auf dem Rücken eines Kamels hinter sich bringen. Es gibt zwei Kamelstationen, die Safaris anbieten.

Nach so viel Einsamkeit und Natur führt uns der nächste Ausflug in die grösste Stadt der Insel, Las Palmas. Sie liegt im Nordosten, eingebettet zwischen zwei langen Sandstränden. Die meisten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt befinden sich in Vegueta, dem ältesten Stadtbezirk. Mittelpunkt ist die Plaza de Santa Ana mit Kathedrale.

Ein Spaziergang durch die Gassen lohnt sich; hier stehen viele alte Häuser mit kunstvollen Holzbalkons und Innenhöfen. Das angrenzende Viertel Triana bietet sich für Shopping an. Etliche Filialen grosser Schuh- und Modefirmen sind hier vertreten. Kleinere Boutiquen und Antiquitätenläden verstecken sich in den Seitengassen.

In den Bars werden zu einem Glas Wein «Papas Arrugadas» serviert, gesalzene und mit der Schale gekochte Kartoffeln an einer scharfen, roten Sauce, die «Mojo» heisst. Typisch kanarisch. Denn etwas verpassen die Touristen, die sich nur an den Badestränden im Inselsüden tummeln: Die Kanarier und deren wahre Heimat kennenzulernen.

Reise-Infos

Bootstouren: Raus auf den Atlantik
Fast alle Bootsausflüge starten im Süden der Insel, zwischen Arguineguin und Puerto de Mogán. Das Angebot erstreckt sich von Delfin- und Walbeobachtungen bis hin zu Unterwasser-Expeditionen mit dem Glasbodenboot. Ab 45 Franken.
www.grancanariaonline.com

Hinkommen: Direktflug
Easyjet fliegt mittwochs und samstags von Genf nach Las Palmas. Air Berlin fliegt dienstags und samstags von Basel nach Las Palmas.
www.easyjet.com
www.airberlin.com

Mogán: Küstenidyll
Ein Ausflug in dieses malerische Fischerdörfchen ist empfehlenswert. Dienstag- und freitagmorgens findet in Puerto de Mogán ein grosser Markt statt: Von Honig-Rum bis hin zu Strandhüten können Sie hier alles erstehen, was das Touri-Herz begehrt. Auf den Feldern im hiesigen Tal reifen Zitronen, Mangos, Papayas, Auberginen und Bananen.

Safari: Mit dem Buggy
Machen Sie eine individuell geführte Buggytour. Bei einer kleinen Tour (eine Stunde) führen Sie ortskundige Guides von Mogán aus auf kurvigen Strassen hoch in die Berge. Von hier haben Sie einen herrlichen Ausblick auf die Küste der Insel. Ab 120 Franken.
www.buggysafaris.com

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