Unterwegs in der Hafenstadt Hamburg von schick bis schlüpfrig

Ob Nautik, Sex oder Kultur: Die deutsche Stadt bietet etwas für jeden Geschmack.

  • Publiziert: 19.07.2012
  • Andrea Schmits

Ob am Hafen an der Norderelbe, der zu zwei Seen aufgestauten Alster oder an einem der vielen Fleete: Ist man in Hamburg, kommt man am Wasser nicht vorbei. Rund 2500 Brücken verbinden die einzelnen Ufer miteinander. Das sind mehr Brücken als in Venedig, Stockholm und Amsterdam zusammen. Die Wassernähe ist aber oft die einzige Gemeinsamkeit zwischen den Quartieren.

Schick: Rund um den Jungfernstieg und den Gänsemarkt in der Nähe der Binnenalster ist das Hamburger Shoppingviertel. Hier befinden sich etwa das Nivea-Haus und eine der seltenen Filialen von Abercrombie & Fitch. Früher war der Jungfernstieg dafür bekannt, dass dort Jungfrauen ungestört alleine spazieren durften, ohne dass man schlecht über sie sprach.

Riesig: Für seinen Hafen ist Hamburg weltberühmt. Hier liegen gigantische Kreuzfahrtschiffe wie die Aida vor Anker. Auf der Promenade bei den Landungsbrücken tummeln sich täglich Tausende Touristen, die an einer Hafenrundfahrt interessiert sind oder einfach nur dem Hafenbecken entlang spazieren wollen.

Gemütlich: Rund um die Aussenalster kann man stundenlang spazieren, grillieren und picknicken. Bei schönem Wetter ist der Alsterpark gerammelt voll. Etwas mehr Platz hat man auf einem der vielen ­Pedalos, Segel- oder Ruderboote im Wasser.

Klassisch: Die bekannteste und höchste Kirche Hamburgs ist die St. Michaelis, kurz Michel genannt. Die Aussichtsplattform in 82 Meter Höhe kann über Treppen oder mit dem Lift erreicht werden. Nicht weit vom Michel entfernt ist die Michaelisbrücke, an der Verliebte Schlösser mit ihren Namen anbringen.

Alternativ: Im belebten Stadtteil St. Georg, gleich hinter dem Hauptbahnhof, trifft sich die schwul-lesbische Szene. Entlang der Hauptstrasse Lange Reihe stehen viele kleine Cafés, Restaurants und Läden.

Schlüpfrig: Die Reeperbahn ist die sündigste Meile Europas. Hier gibts Sex in Puffs schon ab 39 Euro. Parallel zur Reeperbahn verläuft die Herbertstrasse, in die Frauen keinen Zutritt haben, es sei denn, sie sind Prostituierte. Doch auch wer nicht auf Sex aus ist, findet in den Bars und ­Theatern von St. Pauli Vergnügen.

Reise-Tipps

Hinkommen: Übernachten im Zug
Die City Night Line fährt jede Nacht ab Thun, Zürich, Baden und Basel nach Hamburg. Die Fahrt ab Zürich dauert etwa 12 Stunden. www.citynightline.ch

 

Schlafen: Günstig und sauber
Uns hats im NH Hamburg Altona Hotel gefallen. Zimmer gibts ab 79 Euro. www.nh-hotels.de

 

Essen: Zum Frühstück
Franzbrötchen sind eine Hamburger Spezialität. Sie werden aus einem Hefe-Plunderteig mit viel Butter und Zimt hergestellt. Mmmh.

 

Herumfahren: Günstiger ÖV
Eine Gruppen-Tageskarte für den öffentlichen Verkehr im Grossbereich Hamburg ist für bis zu fünf Personen gültig und kostet nur 9.90 Euro. www.hvv.de

 

Stadtrundfahrt: Die Stadt sitzend erkunden
Bei einer Tour mit dem Hop-On-Hop-Off-Bus fährt man rund um die Aussenalster und kann aussteigen, wo immer es einem gerade gefällt. Die Tour startet am Hauptbahnhof.

 

Einkaufen: Mitbringsel
Im Kochhaus an der Langen Reihe 60 gibts die Zutaten portionsweise zu den Rezeptideen gleich mit dazu. www.kochhaus.de

Alle Kommentare (1)

  • Pierre  Graf
    Dieser Artikel vergisst die Speicherstadt. Dort findet man auch die grösste Modelleisenbahnanlage der Welt. Es gibt Museen über Schiffahrt. Die Hälfte aller Hamburger Attraktionen wurden hier vergessen.....und das Hans Albers Denkmal?
    • 19.07.2012
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