Atlantikküste Frankreichs wilder Westen

Die Atlantikküste lockt mit langen Stränden, guten Surfspots und Moules Frites.

  • Publiziert: 07.09.2012
  • Von Nadine Chaignat

Da muss etwas dran sein, an der Atlantikküste Frankreichs. Schliesslich erklärten schon Modeschöpferin Coco Chanel und Napoleon III. die langen Strände mit den wilden Wellen zu ihrer Lieblings-Feriendestination. Auf  500 Kilometern erstreckt sich die Küste von Saint-Jean-de-Luz an der spanischen Grenze im Süden hinauf in den Norden bis Nantes.

Wellenreiten: Wer noch nie auf einem Brett stand, hat hier die Gelegenheit, das Surfen auszuprobieren. Doch Achtung: meterhohe Wellen sind keine Seltenheit und mit einem Brett am Bein nicht ganz so einfach zu erklimmen. Wer zu wenig Mut hat, um es selber auszuprobieren, kann sich in sicherer Entfernung zum Wasser auf die heissen Steine setzen und den Profi­surfern beim Spektakel zusehen.

Städte entdecken: Die Ortschaften der Küste entlang sind geprägt von ihren  zahlreichen Besuchern. Touristen finden hier alles für die durchschnittlichen Sommerferien: billiges Essen, kitschige Souvenirs und Badeartikel. Da früher aber auch exklusivere Gäste hier ausspannten, kann man exklusive Sommerresidenzen, edle Restaurants und schöne Promenaden entdecken. Abseits von den Touristenmeilen verliebt man sich unweigerlich in die kleinen Gässchen mit den einheimischen Läden und den zauberhaften Häusern.

Mit dem Auto weiterziehen:
Es lohnt sich, nicht nur an einem Ort zu bleiben, sondern möglichst viel von der Küste zu entdecken. Im Norden zwischen Bordeaux und Soulac-Sur-Mer gibt es überall Châteaus mit eigenen Reben, deren Weine zum Degustieren und Kauf angeboten werden. Ebenfalls einen Besuch wert ist die Dune du Pilat, die grösste Sanddüne Europas (108 Meter hoch). Ein weiteres Highlight der Küste ist Biarritz. Zwar mit Touristen überlaufen, aber so charmant baskisch, dass man sie nie mehr vergisst.

Baskisch feiern: Unbedingt einplanen sollten Reisende die Fête de Bayonne, die jedes Jahr Ende Juli stattfindet. Die Basken feiern dann das französische Pendant zur Sanfermines in Pamplona – allerdings ohne Stierkampf. In den Koffer gehört dabei rot-weisse Kleidung. Denn an dem fünftägigen Fest tanzen, trinken und taumeln alle rot-weiss gekleidet durch Bayonnes Strassen.

Reisetipps

Hinkommen
Tour de France

Rund zehn Stunden dauert die Autofahrt an die Küste. Vorteil: Die Möglichkeit, den besten Stränden entlang zu reisen oder Ausflüge ins Landesinnere zu unternehmen.

Sport
Surfcamps

Die Sandstrände der südlichen Atlantikküste gehören zum europäischen Surf-Eldorado. Wer Sommer, Sonne und Sport kombinieren will, meldet sich am besten für eines der unzähligen Surfcamps an.
www.surfcampfrankreich.com

Essen
Foie gras et plus

Gegessen wird immer gut. Traditionell serviert: Meeresfrüchte aller Art, Muscheln, Moules Frites, Foie Gras (gestopfte Gänse- oder Entenleber) und natürlich Crêpes. Die Preise variieren je nach Restaurant. In Biarritz isst man am besten bei Natalie und ihrem Mann im «Le Pim’pi». Im Voraus Tisch reservieren wird sehr empfohlen.

Ausflüge
Bestimmt nicht langweilig

Unesco-Welterbe, weinselige Châteaus, schmucke Städte oder die Dune du Pilat. Wer nicht nur am Strand liegen will, findet genügend Möglichkeiten, sich kulturell weiterzubilden oder Geld beim Shoppen auszugeben.

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