Traumferien im Six Senses Laamu, Malediven Mal so richtig blau machen

Gleissender Sandstrand, windschiefe Palmen und ein Meer, in dem sich neonbunte Fische tummeln: Die Malediven sind eine Traumdestination für alle, die dem Alltag entfliehen wollen.

Das Six Senses Laamu ist ein Luxusresort zum Träumen. play

Das Six Senses Laamu ist ein Luxusresort zum Träumen.

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Der Weg ins Paradies ist holprig. Ein Flug- Abenteuer. Der Wind spielt mit dem winzigen Wasserflugzeug wie mit einem Palmenwedel. Die Cockpittüre steht offen. Die Piloten umklammern das Steuerruder, aber scherzen dabei. Sie haben Freude am Fliegen. Mein Magen allerdings rebelliert. Entschädigt für das flaue Gefühl werde ich vom Blick nach unten. Dort schwimmen Dutzende Mini-Inseln im Indischen Ozean, manche kaum grösser als ein Hausgarten. Türkise Muster auf tiefblauem Grund. Ein einmaliger Anblick.

Die Malediven - 1190 Trauminseln

Das Archipel der Malediven besteht aus 26 Atollen und etwa 1190 Inseln – die Zahl variiert, je nachdem, welcher Sandbank man den Status einer Insel zugesteht. Nur 187 Inseln sind gross genug für eine dauerhafte Besiedelung, auf weiteren 106 Eilanden befinden sich Hotelanlagen. Aus der Vogelperspektive wird auch klar: 99 Prozent des Staatsgebiets bestehen aus Meer und nur ein Prozent aus Land.

Blick aus dem Wasserflugzeug. play
Blick aus dem Wasserflugzeug. Christian Bauer

 

 

Seit der Tourismus in den 70er-Jahren auf den Malediven begann, zählt der tropische Inselstaat zu den Traumdestinationen der Welt. Jährlich kommen etwa 1,4 Millionen Menschen, um hier ihre ultimativen Beach-Ferien zu verbringen, darunter etwa 20'000 Schweizer. Tropische Inseln gibt es viele auf der Welt, die Malediven haben allerdings einen entscheidenden Pluspunkt: Die Inseln sind so klein, dass pro Insel nur ein Resort Platz hat. Ideal für Menschen, die eine Atempause vom Alltag suchen, inmitten einer Landschaft aus einem Katalog: feiner Sandstrand mit Schatten spendenden Palmen und dazu glasklares, türkisfarbenes Meerwasser.

Im Luxusresort Six Senses Laamu

Wir steuern die Insel Olhuveli Island im Laamu Atoll im Süden des 900 Kilometer langen Archipels an: Eine Sandbank von 750 Metern Länge und 200 Metern Breite bei einer Höhe von zwei Metern! Vor fünf Jahren wurde hier das 5,5-Sterne-Resort Six Senses eröffnet. Auf dem palmenüberwucherten Bonsai-Inselchen haben etwas über 200 Gäste Platz. Das perfekte «Robinson-Crusoe-ich-bin-dann-mal-weg-von-allem»-Gefühl ist garantiert.

Auf den Malediven finden sich nur je ein Resort pro Insel. play
Auf den Malediven finden sich nur je ein Resort pro Insel. ZVG

 

Im Gegensatz zum viel zitierten Romanhelden muss man sich hier aber um nichts kümmern. Jeder Gast wird von einem «Gem» betreut, einem «Guest-Experience-Maker», einem Helfer, der einem jeden Wunsch zu erfüllen versucht. Man gewöhnt sich rasch an die Dienste seines «Edelsteins», was das englische Wort Gem bedeutet.

Mein Gem heisst Georgii und kommt aus Sibirien. Kaum sieht er mich, versucht er, mir jeden Wunsch zu erfüllen: Workshops, Ausflüge und Wellnessbehandlungen buchen, Schnorchelutensilien bereitstellen, einen besonders schönen Platz im Restaurant reservieren. Und wenn ich auf meiner Terrasse eingedöst bin, erinnert er mich sanft an meinen maledivischen Kochkurs.

Wohnen auf Stelzen mitten in der Lagune

Meine hölzerne, 126 Quadratmeter grosse «Laamu Water Villa» steht auf Stelzen mitten in der Lagune. Vom Bett aus (oder wahlweise vom eigenen Infinity-Pool, der Sitzecke oder der Badewanne) schweift der Blick über die blaue Unendlichkeit des Meeres. Nächster Stopp ist die Insel Java, 3000 Kilometer gen Südwesten. Das hat etwas zutiefst Entspannendes. Das ist Meditation, Yoga und Detox in einem. Wem das nicht genug ist, der kann an nachmittäglichen Meditations-Workshops seiner Glückseligkeit noch einen zusätzlichen Schub geben.

Der Blick von der Terrasse. Schön ... play
Der Blick von der Terrasse. Schön ... Christian Bauer

Die Tage krabbeln so gemächlich dahin wie Einsiedlerkrebse am Strand: Chillen, am Pool einen Cocktail trinken, gut essen, kostenloses Glace schlecken, lesen, sünnelen, ins Wasser hüpfen, sich massieren lassen und immer wieder in die türkis-blau-weisse Weite blicken. Auf so einer kleinen Insel ist die Auswahl an Aktivitäten freilich begrenzt. Hier kann man nicht mal schnell ins nächste Dorf zur Party-Meile sprinten. Doch gerade diese Überschaubarkeit ist das Geheimnis einer tiefen Erholung.

Am Riff tummeln sich Schildkröten und Mantarochen

 

Am Hausriff kann man beim Schnorcheln viele Fische sehen - wie diesen Clownfisch. play
Am Hausriff kann man beim Schnorcheln viele Fische sehen - wie diesen Clownfisch. ZVG

Nebst ein bisschen Wassersport liegt der Fokus der Aktivitäten auf Tauchen und Schnorcheln. Die Unterwasserwelt der Malediven zählt zu den spektakulärsten der Welt. Die hauseigene Biologin Jenni Choma (27), die das Ökosystem um das Resort erforscht, nimmt mich mit zu einer Schnorcheltour am Hausriff. Kaum steckte ich den Kopf ins Wasser, umschwirren mich neonbunte Fische: grün-rote, orange gepunktete und gelb-schwarz-gestreifte. Ein paar Adlerrochen segeln vorbei und ein Riffhai sucht sich einen Snack. Jenni stupst mich an und deutet nach unten. Am Boden mampft eine Karettschildkröte an den Korallen. Sie ist begeistert, Meeresschildkröten sind ihre Leidenschaft.

Unweit des Resorts befindet sich eine Putzstation für Mantarochen. play
Unweit des Resorts befindet sich eine Putzstation für Mantarochen. ZVG

 

«Ich habe erst kürzlich herausgefunden, dass man jede Schildkröte an den Punkten im Gesicht identifizieren kann», schwärmt sie. 81 Schildkröten hat sie aufgespürt, die um die Insel leben. On Top gibt es auch 114 Mantarochen, die hier regelmässig ihre Kreise ziehen. Unweit des Resorts lassen sich die sechs Meter grossen Tiere von Putzerfischen säubern. «Das ist Spa, Friseur und Zahnarzt in einem», lacht die Engländerin. «Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn so ein Riese über dir hinweggleitet», so Jenni.

Leider reicht meine Taucherfahrung nicht für den schwierigen Tauchgang zur Putzstation. Egal. Schliesslich braucht man eine gute Entschuldigung zum Wiederkommen.

Corinne Schädler, Cabin Crew Member bei Edelweiss Air. ZVG

Profi-Tipp

Das Abenteuer einer Malediven-Reise beginnt schon vor der Landung: Vom Flugzeug aus hat man einen atembe-raubenden Blick auf die vielen Inselgruppen. Die Schnorchelausrüstung sollten Sie zuoberst in den Koffer packen, denn gleich nach der Ankunft wird es Sie direkt an und ins Meer ziehen, das sich meist einen Katzensprung entfernt vom Bungalow befindet.

Farbige Fische, hie und da ein Riffhai und sogar Schildkröten sind mir schon über den Weg geschwommen. Die maledivischen Inseln bieten sowohl Ruhe und Erholung als auch vielseitige Aktivitäten. Übrigens: Auch Edelweiss trägt zum Erhalt dieser einmaligen Inseln bei. Vor der Landung verteilen wir Müllsäcke mit der Aufforderung, den persönlich verursachten Abfall im Hotel zu sammeln und beim Rückflug am Check-in abzugeben, damit er in der Schweiz recycelt werden kann. www.flyedelweiss.com

Gut zu wissen

Hinkommen

Edelweiss Air fliegt jeweils samstags und mittwochs direkt von Zürich nach Malé. Der neue Flugplan mit wöchentlich zwei Flügen erlaubt mehr Flexibilität in der Ferienplanung.  www.flyedelweiss.com

Herumkommen

Die meisten Resorts sind per Inlandflüge oder einem Wasserflugzeug erreichbar.

Geld

Die Währung in den Resorts sind US-Dollars. Bei Getränken, Ausflügen und Aktivitäten werden zu den angegebenen Preisen immer 12 Prozent Mehrwertsteuer und 10 Prozent Service-Zuschlag angerechnet. Das macht die abschliessende Rechnung teurer als erwartet. Also: Immer seine Ausgaben im Blick behalten.

Gesundheit

Die Malediven sind ein tropisches Land. Etwa sechs Wochen vor der Reise sollte man seinen Hausarzt oder einen Reisemediziner wegen etwaigen Impfungen konsultieren. Malaria tritt auf den Malediven nicht auf. Erste Informationen gibt es hier: www.safetravel.ch

Six Senses Laamu

Übernachtungen mit Frühstück beginnen bei 508 Franken pro Person und Nacht. Arrangements können über www. travelhouse.ch gebucht werden. Tipp: Es empfiehlt sich, Halb- oder Vollpension zu buchen.

Umweltschutz

Um den Besuch auf den Malediven umweltfreundlich zu machen, sollte man einige Dinge bedenken: Jeglicher Plastikmüll kann in der Schweiz besser recycelt werden als auf dem tropischen Archipel, die Malediven haben keine Müllentsorgung. Nehmen Sie also Ihren Abfall wieder mit. Verzichten Sie auf motorisierten Wassersport. Reduzieren Sie den Wasserverbrauch (Süsswasser wird aus Meerwasser gewonnen), heisse Duschen und den Gebrauch der Klimaanlage (der Strom wird mit Dieselgeneratoren erzeugt). Berühren Sie keine Korallen. Das Mitnehmen von Muscheln und Sand ist verboten. Das Six Senses Resort ist um einen nachhaltigen Tourismus bemüht. Auf der Insel wird unvermeidbarer Plastik- und Glasmüll geschreddert und zu neuen Produkten umgearbeitet. Um Glasmüll zu vermeiden, wird nur hauseigenes Wasser angeboten. Meeresbiologen erarbeiten Konzepte zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt. Wer einen Beitrag zum Schutz der gefährdeten Mantarochen leisten will, kann dies mit einer Spende beim Manta Trust tun. Die englische NGO betreibt eine Basis auf der Insel und untersucht die Manta-Population. www.mantatrust.org

Informationen

www.visitmaldives.com

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Publiziert am 03.11.2016 | Aktualisiert am 03.11.2016
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2 Kommentare
  • Gerry  B. 03.11.2016
    Für das gleiche Geld ziehe ich es vor meine Ferien in franz. Polynesien zu verbringen. Kostet alles in allem nicht mehr und man findet selbst auf Bora Bora tolle Unterkünfte für ca. 50 Euro. Ist halt ein bisschen weiter weg aber dafür bleibt man dann halt 2-3 Wochen.
  • Martin  Albrecht , via Facebook 03.11.2016
    Ich finde ja solche Beiträge immmer spannend.. ABER: es wäre viel sinnvoller orte vorzustellen die sich der durchschnittsschweizer auch leisten kann.. Sorry, aber bei 1000 Franken für 2 Personen pro Nacht, kann ich meine Ferien wirklich nicht mehr geniessen, weil dies in keinem Verhältniss steht.