Relaxen auf Mauritius Auf der Insel des Glücks

Palmenstrände, türkisfarbene Lagunen und bunte Kultur: Mauritius ist ein Ort der Sehnsucht. Auf der Insel im Indischen Ozean kann man es noch finden, das süsse Nichtstun.

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Ich kannte Mauritius noch nicht, doch der Name klang irgendwie nach Sehnsucht. Warum eigentlich? Vielleicht weil alle Bekannten gleich reagierten: «Du Glücklicher fliegst nach Mauritius!» Dabei hatten sie jenen Glanz in den Augen, den man sonst nur von Kindern vor Weihnachten kennt. Um zu jenem Sehnsuchtsort zu kommen, geht es 9442,71 Kilometer beharrlich gen Süd-Südost. An Italien entlang, über Afrika, die Sahara, über Kenia, knapp an Madagaskar vorbei. Nach 11 Stunden Flug taucht aus dem Indischen Ozeans eine kleine Insel auf. Satt im Grün sitzt sie im unendlichen Blau, zackige Berge ragen aus der fruchtbaren Ebene.

Mauritius liegt auf der Höhe von Madagaskar, etwa 2000 Kilometer vom afrikanischen Festland entfernt. Und dennoch ist die Insel nicht afrikanisch. Aber sie ist auch nicht europäisch, vielleicht indisch?

«Ich bin typisch maurizisch», sagt Anabel, die Ségatänzerin. «In meiner Familie gab es Inder, Afrikaner und Franzosen.» Die 40 x 60 Kilometer grosse Insel war seit jeher wichtiger Knotenpunkt auf dem Seeweg von Europa nach Indien. 1638 gründeten die Holländer die erste Siedlung auf dem unbewohnten Eiland, danach kamen die Franzosen, dann die Engländer. Afrikanische Sklaven und indische Arbeitskräfte arbeiteten auf den Zuckerrohrplantagen. Alle sind geblieben, und heute ist Mauritius ein spannender Schmelztiegel der Kulturen und Religionen, von Hindus, Moslems und Christen.

Doch nicht nur das friedliche Miteinander der Bewohner macht Mauritius zur Oase: Man fühlt sich hier unweigerlich, wie in einem Ölgemälde einer idealen Trauminsel. Mein Bungalow liegt etwa 20 Meter vom Strand entfernt in einem Kokospalmenhain beim Örtchen Flic en Flac. Der Strand ist blendend weiss, und das Meer kann sich nicht entscheiden ob es türkis, hellblau, ultramarin oder doch grün schimmern möchte. Am Horizont thronen schroffe Berge, erloschene Vulkane. Meine Bekannten hatten recht: Ich Glückskind bin auf Mauritius, wo der Alltag grad mal Pause hat. Muscheln suchen, barfuss durch den Sand laufen, Cocktails schlürfen und den Sonnenuntergang anhimmeln. Und herrlich essen: geräucherter Schwertfisch mit Palmenherzensalat, Hummer und Co.

Klingt nach einem Klischee? Stimmt, aber manchmal ist ein Klischee genau das Richtige. Genau wie für das junge Paar, das gerade schön-kitschige Hochzeitsbilder am Strand schiesst: Lächeln, posen, verliebte Blicke. Auch die zwei sind einfach glücklich hier.

Nach drei Tagen wird es mal Zeit, das süsse Nichtstun zu unterbrechen. Draussen vor dem Riff an der Westküste hat sich vor ein paar Jahren eine Gruppe Delfine angesiedelt, die mittlerweile freiwillig als Touristenattraktion herhalten. Mit Schnorchel und Schwimmflossen bewaffnet geht es den flinken Schwimmern hinterher. In der Tiefe sehe ich ihre Umrisse. Plötzlich tauchen sie auf und nehmen mich in ihre Mitte. Sie lächeln mich an: «Was bist du denn für ein komischer Fisch?» Und so schnell, wie sie aufgetaucht sind, sind sie wieder verschwunden. Unter mir nichts als tiefes Schwarz. Nur nicht daran denken, was dort unten sonst noch so kreucht und fleucht. Natürlich kann man das exklusive Faulenzen mit allerlei Wassersport unterbrechen, zum Beispiel mit Kajaken, Segeln oder Tauchen. Mauritius ist fast vollständig von einem natürlichen Korallenriff umgeben, dadurch ist das Meer an der Küste flach und sanft, ideal auch für Kinder.

Der Tag geht zu Ende. Am Strand tanzt eine Musik- und Tanzgruppe den Séga, den alten Sklaventanz. Die Männer musizieren auf Trommel, Triangel und Waschbrett und singen dazu schmachtende Lieder in der Sprache der ehemaligen Sklaven, dem Kreol. Die Frauen in ihren langen wehenden Röcken wiegen sich sinnlich im Takt, während hinter ihnen die Sonne im Indischen Ozean verschwindet.

Ja, ich Glücklicher bin in Mauritius.

Publiziert am 28.01.2015 | Aktualisiert am 28.01.2015

Was man nicht verpassen sollte

Grand Bassin
Im Black River Gorges National Park im Süden der Insel hat sich noch wilder Urwald erhalten, in dem einige seltene Vögel zuhause sind. 50 Kilometer markierte Wanderwege führen durch das Dickicht und bieten schöne Ausblicke von den Bergen auf das Meer.

Mittendrin liegt der Vulkansee Grand Bassin, der heilige See der Hindus. Der Legende nach soll Gott Shiva hier etwas Wasser vom indischen Fluss Ganges verschüttet haben. Im Tempel am See drängen sich die Einheimischen, um ihre Gaben – Bananen, Orangen, Kokosnüsse – Gott Shiva zu opfern. Ende Februar bei der Pilgerfahrt Maha Shivaratree pilgern mehrere 100'000 Hindus zu dem kleinen See.

La Valée de Ferney
Im Osten der Insel hat sich seit 2006 ein besonderes Naturschutzprojekt entwickelt. Wo einst eine Autobahn geplant war, versucht man nun, einen ursprünglichen Urwald wiederherzustellen. Die meisten Obstbäume, Palmenarten oder Zimtbäume wurden durch die Siedler nach Mauritius gebracht. Diese haben das ökologische Gleichgewicht in den letzten 300 Jahren massiv gestört. Im Valée de Ferney lernt man auf einer geführten Tour viel Wissenswertes über einheimische und importierte Pflanzen. www.valleedeferney.com

Blue Penny Museum
Alles begann mit der Frau des Gouverneurs Sir William Gomm, die 1847 die Einladungen zu einem Maskenball per Post verschicken wollte. Eine Briefmarke musste her. Die Zeit eilte, und so machte der Graveur Joseph Barnard den wohl berühmtesten Schreibfehler der Geschichte: Anstatt «Post Paid» (Porto bezahlt) schrieb er schlicht «Post Office» (Postamt). Von den ehemals 1000 Marken sind heute nur noch 12 blaue und 15 rote Mauritiusmarken erhalten. Sie werden bei Auktionen mit bis zu 1 Mio. Franken gehandelt. Im Blue Penny Museum in Port Louis werden eine rote und blaue Marke gezeigt. www.bluepennymuseum.com

Reise-Infos

Anreise
Air-Mauritius und Air France fliegen täglich über Paris. Emirates fliegt über Dubai.
www.airmauritius.com
www.airfrance.ch
www.emirates.com

Beste Reisezeit
Mauritius ist eine Ganzjahresdestination. Das Klima ist tropisch, das heisst, die jährlichen Temperaturschwankungen sind gering. Die Temperaturen liegen etwa zwischen 23 und 30 Grad. Ganzjährig kann es zu kurzen Regenfällen kommen. Von Mai bis September weht ein beständiger Wind aus Südosten, dann ist ein Urlaub an der windgeschützten Westküste ratsam.

Sprache
Auf Mauritius wird Englisch und Französisch gesprochen.

Gesundheit
Mauritius ist ein sicheres Reiseland: Die gefürchteten Tropenkrankheiten gibt es auf Mauritius nicht. Malaria ist seit 1998 nicht mehr aufgetreten. Wie bei allen Reisen in tropische Breiten sollte man sich rechtzeitig beim Hausarzt erkundigen. Impfungen sind nicht vorgeschrieben.

Geld
1 Franken sind etwa 35 maurizische Rupien (MR). EC- und Kreditkarten werde akzeptiert.

Informationen
www.tourism-mauritius.mu

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Mit dem Segway auf Erkundungstour. play
Mit dem Segway auf Erkundungstour.

Insel der traumhaften Hotels

Mauritius ist berühmt für seine schönen Hotels und Resorts. Weisser Sandstrand, türkisblaues Meer und im Wind wiegende Palmen sind die natürlichen Zutaten für unvergleichliche Hotelanlagen. Ob ein Bungalow im Palmenhain, eine Suite im kolonialen Stil oder ein Designerhotel: Der Besucher hat die Qual der Wahl.

Ein Neuzugang auf der Insel ist das Fünf-Sterne-Resort Long Beach an der Ostküste. Wie der Name passenderweise beschreibt, liegt die grosszügige Anlage an einem 900 Meter langen, weissen Sandstrand – dem längsten hoteleigenen Strand der Insel. Das Design ist aussergewöhnlich: Es verbindet städtisches Lebensgefühl mit der Leichtigkeit des Strandlebens. Die Räume sind hoch und lichtdurchflutet, der Übergang von Innen und Aussen ist fliessend. Die Grenzen scheinen sich zu weiten, von den Räumen über den Strand bis hinaus über das grenzenlose Meer.

Zentrum des Hotels ist eine Piazza, um die sich, wie an einem italienischen Platz, das gesellschaftliche Leben abspielt. Vier Restaurants befinden sich hier, die italienische, asiatische und europäische Küche anbieten. Ein Nightclub und Bars mit Livemusik machen das Gefühl von italienischer Dolce Vita komplett.

Jedes der 255 Zimmer hat Meeresblick. Die Standardzimmer haben eine Grösse vom 60 Quadratmetern, die beiden «Beach Front Deluxe»-Suiten haben je eine Grösse von 132 Quadratmetern. Long Beach bietet ein grosse Vielfalt an sportlichen Aktivitäten. Neben allen erdenklichen Wassersportarten gibt es unter anderem ein voll ausgebautes Gym und drei Tennisplätze. Wer fern der Heimat die Alpen vermisst, kann sich an der Kletterwand versuchen. Ein Highlight ist sicherlich ein Besuch im Sea Spa, eingebettet in einem tropischen Garten mit eigenem kleinen See. Hier findet man bei einer Massage schnell seinen inneren Frieden.

Das Long Beach wird durch die Gruppe Sun Resorts betrieben, die insgesamt fünf Resorts unterhält. Hierzu gehören La Piroque, das Sinnbild einer tropischen Bungalow-Anlage unter Palmen, Sugar Beach, Fünf-Sterne-Luxus im kolonialen Stil, das Vier-Sterne-Haus Ambre und das elegante 5* Le Tousserok mit eigener Insel und eigenem Golfplatz.

sunresortshotels.com

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